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09.07.2019 / Einsatz Johann Klettersteig

Einsatz Klettersteig Johann – keine HS-Bergung möglich, TP sofort Vereinsheim – so lautete die Einsatz-SMS um 10:45 für die Bergrettung Ramsau.  

Kurz nach der Alarmierung begaben wir uns zum Zwischenlandeplatz, Hotel Dachstein, wo bereits der Notarzthubschrauber C14 auf unsere Manschaft gewartet hat. Eine Bergung mittels Hubschrauber war aufgrund der widrigen Wetterbedingungen zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Somit bedeutete dies, eine Terrestrische Bergung für unsere Manschaft vorzubereiten.

Zu Beginn, war der Mannschaft noch nicht bekannt um wie viele verletzten Personen bzw. ob es sich überhaupt um verletzte Personen handelte. Kurz darauf bekamen wir die Info das es sich um ein Paar, welche beide schwer verletzt sind, handelt.

Somit war klar, dass sich die Mannschaft so schnell wie möglich zum Einsatzort begeben musste. Der Notarzthubschrauber flog immer 2 Leute unserer Mannschaft zur Südwandhütte. Weiter war es aufgrund des starken Nebels nicht möglich. Von dort stieg die Mannschaft knapp eine Stunde noch zu Fuß zum Unfallort weiter auf.

Die beiden verletzten Personen, befanden sich nach Eintreffen der Einsatzkräfte, in einem Schneemaul, welches sie nach Ihrem Sturz kurz nach dem Einstieg Johann, auffing. Die Frau des verletzten Bergsteigers führte bereits im Vorfeld eine Erstversorgung durch. Zeitgleich wurde die Nachbar-Ortsstelle Schladming mit einer weiteren Mannschaft und Trage alarmiert, da wir nicht sicher gehen konnten, ob eine Bergung mittels Hubschrauber durchgeführt werden konnte.

Nach gut einer Stunde am Einsatzort, ergaben sich kurze Sichtfenster durch die Nebeldecke, wodurch eine rasche Bergung mit einem 20 meter Tau, möglich wurde. Somit wurde zuerst die Frau ausgeflogen und der Mann noch weiter vom Notarzt versorgt.

Da sich die Nebeldecke immer wieder schloss, mussten die Einsatzkräfte warten, bis wieder ein Sichtfenster aufriss. Kurz bevor der Hubschrauber mit dem Verletzen Mann und Flugretter Richtung Tal abfliegen wollte, schloss sich das Sichtfenster und der Hubschrauber war gezwungen, in der Nebeldecke auf ein weiteres Sichtfenster zu warten, welches sich dann nach ca. 4 min ergab.

Unsere Rettungsmannschaft stieg bis unter die Nebeldecke ab und wurde dort vom Polizeihubschrauber ins Tal geflogen.

Wir wünschen den Verletzten, eine gute und baldige Besserung und möchten uns an dieser Stelle beim Team des Christophorus 14 und des Polizeihubschrauber herzlich, für diesen schwierigen Einsatz, Bedanken!

Bericht und Bilder: Christopher Perhab

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