Lawinenprognosebericht

Lawinenprognosebericht für die Steiermark für Montag, den 01.01.2018
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 1-2 2200m
Nordalpen Mitte: 1-2 2000m
Nordalpen Ost: 1
Niedere Tauern Nord: 1-2 2200m
Niedere Tauern Süd: 1
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1
Randgebirge West: 1
Randgebirge Ost: 1

Problem1: Triebschnee,

SCHLAGZEILE:
Vereinzelt noch störanfälliger Triebschnee in schattseitigen Hochlagen!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Die Erwärmung und nachfolgende Abkühlung hat sich günstig auf den Schneedeckenaufbau ausgewirkt, Schwachschichten konnten weitgehend abgebaut werden. Allerdings wird sich über Nacht verbreitet Bruchharsch ausbilden. Die verbliebenen Gefahrenstellen wurden deutlich reduziert und beschränken sich vereinzelt noch auf das schattseitige Gelände der Hochlagen. Hier ist eine Schneebrettauslösung bei großer Zusatzbelastung möglich. In tieferen Lagen können sich außerdem aus noch nicht entladenen Böschungen Rutsche lösen.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Mit dem nächtlichen Regen bis auf etwa 2.000m und Plusgraden bis auf 2.500m hinauf hat sich die Schneedecke überall deutlich gesetzt. In tiefen Lagen ist der Schnee nass und schwer geworden, in den Hochlagen wurde er angefeuchtet. Mit dem Temperaturrückgang stabilisiert sich die Schneedecke wieder und es wird sich ein Harschdeckel ausbilden. Vereinzelte Gefahrenstellen durch störungsanfälligen Triebschnee finden sich am ehesten noch in schattseitigen Hochlagen, wo die Schneedecke noch sehr kalt war.

WETTER:
Am Neujahrstag zieht es von Nordwesten her wieder zu, die Berge der Obersteiermark geraten in Nebel und hier kann es am Vormittag auch ein wenig schneien. Zum Abend hin wird dann der Süden von Niederschlägen erfasst, während es im Ennstal und Ausseerland vorübergehend auflockert. Die Schneefallgrenze sinkt allgemein auf 800 bis 1.100m. Bei mäßig starkem Nordwestwind kühlt es in 2.000m auf -5 Grad und in 1.500m auf -1 Grad ab.

TENDENZ:
Der 2.Jänner beginnt auf den Bergen mit Nebel, es bleibt aber vorerst trocken. Am Nachmittag legt sich dann von Nordwesten her eine Kaltfront an, welche besonders vom Dachstein über die Schladminger Tauern bis zum Hochschwab für einige kräftige Schneeschauer sorgt. Nach Süden zu bleibt es hingegen meist trocken und hier kann der stürmisch auffrischende Nordwind die Wolken sogar etwas auflockern. Im Gebirge kühlt es deutlich ab. Auch in den darauffolgenden Tagen werden die Nordalpen und Tauern mit Neuschnee versorgt während es in den südlichen Gebirgsgruppen weitgehend trocken bleibt. Die Schneebrettgefahr wird wieder ansteigen. Das Team des LWD Steiermark wünscht allen Nutzern ein unfallfreies Jahr 2018!

Der nächste Prognosebericht wird bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Alexander Podesser

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice für die Steiermark
8053 Graz, Klusemannstraße 21
Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
www.zamg.ac.at

Lawinenprognosebericht

Lawinenprognosebericht für die Steiermark für Sonntag, den 31.12.2017
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

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Nordalpen West: 2-3 2100m
Nordalpen Mitte: 2
Nordalpen Ost: 2
Niedere Tauern Nord: 2-3 2100m
Niedere Tauern Süd: 2
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 2
Randgebirge West: 2
Randgebirge Ost: 2

Problem1: Nassschnee,
Problem2: Triebschnee,

SCHLAGZEILE:
Durch Regen nasse Lockerschneelawinen! Weiterhin teils noch erhebliche Schneebrettgefahr in den Hochlagen!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Durch den Regeneintrag in den kalten Neuschnee und die deutliche Erwärmung kommt es zu verstärkter Lockerschneelawinenaktivität. Aus steilen Waldgebieten und Wiesenböschungen kann der nasse Schnee bis auf exponiertere Verkehrswege abgleiten. Auch mit vermehrten Abgängen von Gleitschneelawinen ist zu rechnen.
Mit der Erwärmung und der regenbedingten Anfeuchtung der Schneedecke nimmt die Schneebrettgefahr hingegen ab, die Gefahrenstellen beschränken sich auf die Hochlagen des schattseitigen Steilgeländes. Weiterhin wird hier bei Einfahrtsbereichen von Rinnen und Mulden, leeseitigem Gelände sowie bei Hängen hinter Geländekuppen zur Vorsicht geraten!

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Im Zuge der Niederschlagsereignisse vom Mittwoch (27.12.), Donnerstag auf Freitag (28.-29.12.) und Samstagmorgen (30.12.) fielen entlang der Nordalpen bis zu 75cm kalter Neuschnee auf eine gesetzte, oberflächlich verharschte, in tiefen Lagen auch feuchte Altschneedecke. In den übrigen Gebirgsgruppen waren die Neuschneezuwächse deutlich geringer. Der Schneefall war aber überall von zeitweise starkem Nordwestwind begleitet, sodass es auch in den schneeärmeren Gebieten zu umfangreichen Verfrachtungen kam. Schwachschichten in der Schneedecke finden sich einerseits in Form kantiger Kristalle am Übergang zum Harschdeckel, anderseits als weichere Schneeeinlagen, die bei windschwächeren Verhältnissen abgelagert wurden.

WETTER:
Eine Warmfront sorgt über Nacht insbesondere entlang der Nordalpen und Tauern noch für weitere Niederschläge, die Schneefallgrenze steigt dabei bis gegen 1.900m. Am Silvestertag klingen die Niederschläge im Norden bereits in den frühen Morgenstunden ab und auf den Bergen setzt sich rasch die Sonne durch. Um die Mittagszeit ist es teils sogar wolkenlos. Im Laufe des Nachmittags machen sich dann ein paar dünne, hohe Wolken bemerkbar. Der anfangs noch stürmische Westwind wird tagsüber schwächer, die Temperaturen liegen zu Mittag in 2.000m bei +4 Grad, in 1.500m bei +6 Grad.

TENDENZ:
Am Neujahrstag zieht es von Nordwesten her wieder zu, die Berge der Obersteiermark geraten in Nebel und hier kann es am Vormittag auch ein wenig schneien. Tagsüber breiten sich die Niederschläge auch weiter nach Osten und Süden aus, während es im Ennstal und Ausseerland am Nachmittag schon wieder auflockert. Die Schneefallgrenze sinkt allgemein auf 900 bis 1.200m. Bei mäßig starkem Nordwestwind kühlt es in 2.000m auf -5 Grad und in 1.500m auf -1 Grad ab.
Nach Neuschnee, Regen und Wind eher ungünstige Tourenverhältnisse!

Der nächste Prognosebericht wird Sonntag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Alexander Podesser

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice für die Steiermark
8053 Graz, Klusemannstraße 21
Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
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Lawinenprognosebericht

Lawinenprognosebericht für die Steiermark für Samstag, den 30.12.2017
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

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Nordalpen West: 2-3 1600m
Nordalpen Mitte: 2-3 1600m
Nordalpen Ost: 2-3 1600m
Niedere Tauern Nord: 2-3 1600m
Niedere Tauern Süd: 2-3 1600m
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 2-3 1600m
Randgebirge West: 2-3 1600m
Randgebirge Ost: 2-3 1600m

Problem1: Triebschnee,

SCHLAGZEILE:
Erhebliche Schneebrettgefahr durch Triebschnee!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In den höheren Lagen herrscht in der gesamten Steiermark erhebliche Lawinengefahr, in tieferen Lagen ist die Lawinengefahr mäßig. Durch Neuschnee und starkem Nordwestwind haben sich zahlreiche Gefahrenstellen gebildet. Besonders betroffen sind Einfahrtsbereiche von Rinnen und Mulden, leeseitige Hänge hinter Geländekuppen und generell die Expositionen Nord, Ost und Süd. Die Anzahl der Gefahrenstellen nimmt mit der Höhe zu, insbesondere Osthänge sollten derzeit gemieden werden. Schneebrettlawinen können schon durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Mit dem prognostizierten Regen steigt am Nachmittag die Gefahr von Lockerschneelawinen, insbesondere im Bereich steiler Wegböschungen sowie steiler Waldhänge.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Im Zuge der Niederschlagsereignisse vom Mittwoch (27.12.) und Donnerstag auf Freitag (28.-29.12.) fielen entlang der Nordalpen bis zu 70cm kalter Neuschnee auf eine gesetzte, oberflächlich verharschte, in tiefen Lagen auch feuchte Altschneedecke. In den übrigen Gebirgsgruppen waren die Neuschneezuwächse geringer. Der Schneefall war überall von zeitweise starkem Nordwestwind begleitet, es kam zu umfangreichen Verfrachtungen und Wechtenbildungen. Der Freitag war zwar zunehmend sonnig, aber windig und zu kalt für eine nachhaltige Setzung. Für Tourengeher ist derzeit vor allem von frischem Triebschnee überdeckter, lockerer Neuschnee gefährlich.

WETTER:
Über Nacht zieht es von Nordwesten her wieder zu, der Samstag wird zunehmend unbeständig, windig und wieder deutlich milder. Am Morgen und Vormittag reichen die Schneeschauer noch bis in tiefe Lagen, mit einer Warmfront steigt die Schneefallgrenze mit lebhaftem Westwind gegen Abend auf 1.000 bis 1.500m Höhe an. Die meisten Niederschläge sind in den westlichen Nordalpen zu erwarten, kaum regnen oder schneien wird es hingegen entlang des Randgebirges. Der auf den Bergen anfangs noch mäßig starke Nordwestwind dreht stärker werdend auf West und erreicht bis zum Abend Sturmstärke. Die Temperaturen steigen in 2.000m von -8 Grad auf 0 Grad, in 1.500m von -4 Grad auf +1 Grad.

TENDENZ:
In der Nacht auf Silvester ist mit Regen bis in die Hochlagen zu rechnen. Am Silvestertag bessert sich das Wetter nur langsam. Im Gebirge wird es dabei sehr mild mit Temperaturen bis +7 Grad in 2.000m. Die Erwärmung beschleunigt einerseits die Setzung der Schneedecke, damit können Schwachschichten abgebaut werden. Anderseits steigt durch den weiteren Regeneintrag in den kalten Neuschnee die Gefahr von spontanen Lawinen an.

Der nächste Prognosebericht wird Samstag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Alexander Podesser

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice für die Steiermark
8053 Graz, Klusemannstraße 21
Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
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Lawinenprognosebericht

Lawinenprognosebericht für die Steiermark für Freitag, den 29.12.2017
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

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Nordalpen West: 2-3 1600m
Nordalpen Mitte: 2-3 1600m
Nordalpen Ost: 2-3 1600m
Niedere Tauern Nord: 2-3 1600m
Niedere Tauern Süd: 2-3 1600m
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 2-3 1600m
Randgebirge West: 2-3 1600m
Randgebirge Ost: 2-3 1600m

Problem1: Triebschnee,

SCHLAGZEILE:
Erhebliche Schneebrettgefahr durch Triebschnee!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In den höheren Lagen herrscht in der gesamten Steiermark erhebliche Lawinengefahr, in tieferen Lagen ist die Lawinengefahr mäßig. Durch Neuschnee und starken Nordwestwind haben sich zahlreiche Gefahrenstellen gebildet. Besonders betroffen sind Einfahrtsbereiche von Rinnen und Mulden, leeseitige Hänge hinter Geländekuppen und generell die Expositionen Nord, Ost und Süd. Die Anzahl der Gefahrenstellen nimmt mit der Höhe zu. Schneebrettlawinen können schon durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Aus steilem Fels- und Schrofengelände werden auch spontane Lockerschneelawinen erwartet.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Die Altschneedecke konnte sich während der vergangenen Tage gut setzen. Sie ist oberflächlich weitgehend verharscht und in tiefen Lagen feucht. Auf diese Altschneedecke fiel seit Mittwochabend bis zu 40 cm Neuschnee, der zeitweise durch starken Nordwestwind verfrachtet wurde. Für Tourengeher ist derzeit vor allem von frischem Triebschnee überdeckter lockerer Neuschnee gefährlich. Unterhalb der Hochlagen werden diese Schwachschichten wegen der relativ hohen Schneetemperaturen schnell abgebaut und sind schon am Freitag deutlich weniger leicht ansprechbar als in den Hochlagen.

WETTER:
Der Freitag beginnt noch stark bewölkt, aber schon im Laufe des Vormittags lockert es im gesamten steirischen Bergland auf. Die Temperaturen in 2000m liegen bei etwa -11 Grad. Der Wind lässt im Tagesverlauf nach und weht nur mehr im Nordosten lebhaft. Am Samstag wird es zunehmend unbeständig und windig. Einige Schneeschauer in den Nordstaugebieten reichen anfangs noch bis in die Täler, im Laufe des Tages steigt die Schneefallgrenze aber auf gut 1000m an.

TENDENZ:
Die Lawinengefahr lässt langsam nach.

Der nächste Prognosebericht wird Freitag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Gobiet

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice für die Steiermark
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Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
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Lawinenprognosebericht

Lawinenprognosebericht für die Steiermark für Donnerstag, den 28.12.2017
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

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Nordalpen West: 3
Nordalpen Mitte: 3
Nordalpen Ost: 3
Niedere Tauern Nord: 3
Niedere Tauern Süd: 3
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 3
Randgebirge West: 3
Randgebirge Ost: 3

Problem1: Triebschnee, Ganztägig

SCHLAGZEILE:
Erhebliche Schneebrettgefahr durch Triebschnee!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Die Lawinengefahr wird in der gesamten Steiermark mit erheblich beurteilt. Durch den starken bis stürmischen Nordwestwind sowie durch den intensiven Schneefall in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag nimmt die Anzahl der Gefahrenstellen rasch zu. Besonders betroffen sind Einfahrtsbereiche von Rinnen und Mulden der Expositionen Nord, Ost und Süd, sowie Hänge hinter Geländekuppen. Es reicht eine geringe Zusatzbelastung aus, um Schneebretter auslösen zu können. Die schlechten Sichtbedingungen, am Donnerstag lassen eine Bewertung der Lawinengefahr im Gelände nur eingeschränkt zu. Aus steilen Fels- und Schrofengelände werden auch spontane Lockerschneelawinen erwartet.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Die Altschneedecke konnte sich während der vergangenen Tage gut setzen. Sie ist oberflächlich weitgehend verharscht und teilweise eisig. Nur in den tiefen Lagen ist die Altschneedecke feucht. Auf diese Altschneedecke lagert sich der frische Triebschnee ab. Es werden aller Voraussicht nach 2 potentielle Schwachschichten für Schneebretter entstehen: 1. eine weiche Schicht im Triebschnee: Aufgrund des böigen Windes wird sich innerhalb der Triebschneepakte Schneeschichten mit unterschiedlichen Härten ausbilden. 2. Übergang zur Altschneedecke: die Verbindung des frischen Triebschnees zur glatten Altschneeoberfläche wird nicht ausreichend sein.

WETTER:
Während des Abends von Mittwoch auf Donnerstag bricht der Föhn zusammen und es beginnt zu schneien. Besonders in der zweiten Nachthälfte ist mit intensivem Schneefall zu rechnen! Zwischen Turrach und Wechsel werden in den nächsten 24 Stunden bis zu 40 cm Neuschnee erwartet. Die Schneefallgrenze liegt am Beginn des Niederschlagsereignisses bei ca. 1000m sinkt aber in der Obersteiermark rasch bis in die Tallagen. Am Donnerstag schneit es speziell im Nordstau weiter. Die Temperaturen in 2000m liegen bei -7 Grad. Der Wind weht stark bis stürmisch aus Nordwest. Am Freitag beruhigt sich das Wetter und der Wind wird schwächer.

TENDENZ:
Die erhebliche Schneebrettgefahr bleibt erhalten.

Der nächste Prognosebericht wird Donnerstag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Arnold Studeregger

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice für die Steiermark
8053 Graz, Klusemannstraße 21
Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
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Lawinenprognosebericht

Lawinenprognosebericht für die Steiermark für Mittwoch, den 27.12.2017
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

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Nordalpen West: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Mitte: 1-2 1400m
Nordalpen Ost: 1-2 1400m
Niedere Tauern Nord: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern Süd: 1-2 Tagesgang
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1-2 Tagesgang
Randgebirge West: 1-2 Tagesgang
Randgebirge Ost: 1

Problem1: Altschnee,
Problem2: Triebschnee,

SCHLAGZEILE:
Wetterverschlechterung, es herrscht mäßige bis geringe Lawinengefahr.

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Die Lawinengefahr wird in den höheren Lagen der Nordstaugebiete mit mäßig bewertet, ansonsten steigt sie im Tagesverlauf von gering auf meist mäßig an. Es gilt ältere Triebschneepakete zu beachten, die sich vorwiegend hinter schattseitigen Geländeübergängen befindet und zum Teil Reif überdecken. In den südlichen Gebirgsgruppen wird rasch Schneefall einsetzen, wodurch sich in Kombination mit dem stürmischen Südwestwind frische Triebschneelinsen in den Nord- und Ostsektoren ablagern werden. Diese sind zunächst noch kleinräumig, sie binden jedoch mit der Unterlage nicht gut und werden im Tagesverlauf mehr. Trotz der rückläufigen Temperaturen sind Gleitschneeabgänge auch weiterhin nicht ausgeschlossen.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Die Schneedecke konnte sich während der vergangenen Tage aufgrund der milden Temperaturen und der ungetrübten Sonneneinstrahlung setzen. Sie ist oberflächlich weitgehend verharscht, eingelagerte Schwachschichten wie beispielsweise Reif haben an Störanfälligkeit verloren. Witterungsbedingt überwiegen somit gepresste, harte und zum Teil auch eisige Oberflächen. Diese bilden eine ungünstige Unterlage für den erwarteten Neuschnee, der durch den stürmischen Südwestwind verfrachtet und frische Triebschneepakete bilden wird.

WETTER:
Am Mittwoch überwiegen in der gesamten Steiermark die Wolken, einzelne Sonnenfenster sind nur von kurzer Dauer und es muss mit zeitweiligen Sichtbehinderungen gerechnet werden. Aus dem Südwesten setzen bei einer um etwa 1000m liegenden Schneefallgrenze bereits in den Morgenstunden Niederschläge ein. Sie breiten sich ab Mittag auch auf die nördlichen Gebirgsgruppen aus, sind hier aber noch unergiebig. Die Temperaturen gehen zurück, in 2000m erwarten uns Mittagswerte um etwa -2 Grad. Es weht starker bis stürmischer Wind aus südwestlichen Richtungen.

TENDENZ:
Am Donnerstag wird es mit -9 Grad in 2000m deutlich kälter und es schneit bei stürmischem, von Südwest auf Nordwest drehendem Wind. Frisch gebildeter Triebschnee wird die Schneebrettgefahr (voraussichtlich auf erheblich) ansteigen lassen.

Der nächste Prognosebericht wird Mittwoch bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Riegler

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice für die Steiermark
8053 Graz, Klusemannstraße 21
Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
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Lawinenprognosebericht

Lawinenprognosebericht für die Steiermark für Dienstag, den 26.12.2017
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

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Nordalpen West: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Mitte: 2
Nordalpen Ost: 2
Niedere Tauern Nord: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern Süd: 1-2 Baumgrenze
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1
Randgebirge West: 1
Randgebirge Ost: 1

Problem1: Altschnee,
Problem2: Gleitschnee,

SCHLAGZEILE:
Bei recht sonnigen Verhältnissen herrscht mäßige bis geringe Lawinengefahr.

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Die Lawinengefahr wird in den Hochlagen der Nordstauregionen mit mäßig, ansonsten überwiegend mit gering bewertet. Mit der Einstrahlung und den milden Temperaturen hat sich die Verbindung des mittlerweile älteren Triebschnees mit der Unterlage generell gebessert, für Schneebrettauslösungen bedarf es meist einer großen Zusatzbelastung. Mit der zeitweiligen Einstrahlung und den vergleichsweise milden Temperaturen kann es im besonnten Steilgelände zu spontanen Auslösungen kommen. Wechten neigen zum Brechen, auch Gleitschneelawinen sind auf südseitigen Grasmatten nach wie vor ein Thema.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Mit den windschwachen Verhältnissen und überaus milden Temperaturen konnte sich die Schneedecke am Christtag setzen und stabilisieren. Eingelagerte Schwachschichten wie weicher Schnee und Reif haben an Störanfälligkeit verloren. Aufgrund der starken Windeinwirkung der vorangegangenen Tage überwiegen meist gepresste und härtere Oberflächen, die mit der Sonneneinstrahlung im Tagesverlauf etwas angefeuchtet werden. Wiesenböden stellen eine ideale Schmierschicht für Gleitschneelawinen dar.

WETTER:
Auch wenn am Stefanitag immer wieder hohe Wolkenfelder durchziehen, überwiegen in der Steiermark in Summe sonnige Verhältnisse. Die Temperaturen gehen etwas zurück, zu Mittag erwarten uns etwa +4 Grad in 1500m und +2 Grad in 2000m. Während im Koralpengebiet stürmischer Südwestwind weht, ist der Windeinfluss in den nördlicheren Gebirgsgruppen zunächst eher mäßig, jedoch wird auch hier der Westwind im Tagesverlauf etwas stärker.

TENDENZ:
Am Mittwoch setzen bereits in den Morgenstunden aus dem Südwesten Schneefälle ein, die sich bis zum Abend auch auf den Norden ausbreiten. Sie sind zunächst noch nicht ergiebig, sie werden allerdings von stürmischem Südwestwind begleitet und intensivieren sich am Donnerstag, sodass sich frischer Triebschnee bilden wird.

Der nächste Prognosebricht wird morgen bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Riegler

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice für die Steiermark
8053 Graz, Klusemannstraße 21
Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
www.zamg.ac.at

Lawinenprognosebericht

Lawinenprognosebericht für die Steiermark für Montag, den 25.12.2017
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

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Nordalpen West: 2
Nordalpen Mitte: 3
Nordalpen Ost: 3
Niedere Tauern Nord: 2
Niedere Tauern Süd: 2
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 2
Randgebirge West: 1
Randgebirge Ost: 1

Problem1: Triebschnee,
Problem2: Gleitschnee,

SCHLAGZEILE:
Sonniges und überaus mildes Bergwetter, zum Teil noch erhebliche Lawinengefahr.

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Die Lawinengefahr wird in den Nordalpen Ost und West noch mit erheblich, ansonsten mit mäßig bis gering bewertet. Stürmischer Nordwestwind hat für Verfrachtungen gesorgt, wodurch sich Triebschneepakete in Rinnen und Mulden auf weichen Schichten und ? vorwiegend in den Eisenerzer Alpen ? auf Reif ablagerten. Speziell hier ist nach wie vor eine Schneebrettauslösung bei geringer Zusatzbelastung möglich. Aufgrund der überaus milden Temperaturen und der ungetrübten Einstrahlung können sich aus dem besonnten Steilgelände spontane Lawinen lösen. In tieferen und mittleren Lagen kann die vom Regen bereits durchfeuchtete Schneedecke von Wiesen- und Waldbereichen abrutschen.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Neuschnee in den Nordstaugebieten und stürmischer Wind wie auch Regen in tieferen Lagen waren die bisher bestimmenden Elemente. Mit der Erwärmung und Einstrahlung werden nun auch die Oberflächen der Sonnseiten in höheren Lagen feucht. Der Setzungsprozess schreitet zwar generell voran, eingelagerte Schwachschichten wie etwa Oberflächenreif werden jedoch nicht so rasch abgebaut. In tieferen und mittleren Lagen führte der gefallene Regen zu einer Durchfeuchtung der Schneedecke, was die Nass- und Gleitschneelawinenaktivität steigerte.

WETTER:
Am Christtag erwartet uns ein strahlend sonniger und überaus milder Tag. Die Mittagstemperaturen erreichen in 1500m +9 Grad, in 2000m liegen die Werte bei +8 Grad. Der bisher starke bis stürmische Nordwestwind lässt deutlich nach und in der Folge dreht die Strömung auf Südwest.

TENDENZ:
Am Dienstag gehen die Temperaturen bei weitgehend sonnigen Verhältnissen zurück, die Lawinengefahr nimmt ab. Das Team des LWD Steiermark wünscht allen Lesern frohe Weihnachten!

Der nächste Prognosebricht wird morgen bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Riegler

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
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Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten und eine ruhige besinnliche Zeit im Kreise eurer Familie, wünscht die Bergrettung Ramsau am Dachstein.

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Lawinenprognosebericht

Lawinenprognosebericht für die Steiermark für Sonntag, den 24.12.2017
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

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Nordalpen West: 3
Nordalpen Mitte: 3
Nordalpen Ost: 3
Niedere Tauern Nord: 3
Niedere Tauern Süd: 2
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 2
Randgebirge West: 1
Randgebirge Ost: 1

Problem1: Triebschnee, Ganztägig
Problem2: Nassschnee, Ganztägig

SCHLAGZEILE:
Wetterbesserung, dennoch gilt es vor allem auf den Triebschnee zu achten!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Die Lawinengefahr wird im Nordstaugebiet mit erheblich, in der Südabdachung der Niederen Tauern wie auch in den Gurk- und Seetaler Alpen mit mäßig, ansonsten mit gering bewertet. Allen voran gilt es auf den Triebschnee zu achten, der sich bei teils stürmischem Nordwestwind hinter Geländeübergängen und in Rinnen und Mulden abgelagert hat. Er ist nach wie vor störanfällig, bereits die geringe Zusatzbelastung eines einzelnen Wintersportlers kann zu einer Schneebrettauslösung führen. Zudem kann es durch den Temperaturanstieg und mit der Einstrahlung zu spontanen Abgängen aus dem felsdurchsetzten Steilgelände kommen. In tieferen und mittleren Lagen wurde die Schneedecke durch den Regen durchnässt und kann aus steilen Wald- und Wiesenböschungen abrutschen.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
In den vergangenen Tagen sind in den Nordstaugebieten bei Windeinfluss einige Zentimeter Neuschnee gefallen, wodurch sich störanfällige Triebschneepakete gebildet haben. Sie überdecken weiche Neuschneeeinlagerungen und Oberflächenreif, die trotz der Erwärmung (und teils feuchter Oberfläche) als Schwachschichten zu werten sind. In tieferen bis mittleren Lagen führte der gefallene Regen zu einer An- bzw. Durchfeuchtung der Schneedecke, was die Nass- und Gleitschneelawinenaktivität steigerte.

WETTER:
Der Sonntag verläuft in allen steirischen Gebirgsgruppen sehr sonnig. Es beginnt milder zu werden, in 1500m erwarten uns Mittagstemperaturen um +5 Grad, in 2000m liegen die Werte bei +3 Grad. Zum Teil weht noch starker, im Osten auch stürmischer Wind aus nordwestlichen Richtungen.

TENDENZ:
Am Montag lässt der Wind nach, die Strömung dreht auf Südwest und es wird bei +7 Grad in 2000m noch milder. Zwar setzt sich die Schneedecke weiter, jedoch wird durch den Erwärmungsimpuls auf spontane Abgänge zu achten sein. Das Team des LWD Steiermark wünscht allen Lesern frohe Weihnachten und erholsame Festtage!

Der nächste Prognosebricht wird morgen bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Riegler

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice für die Steiermark
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