Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht für die Steiermark für , den 03.05.2019
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 2
Nordalpen Mitte: 2
Nordalpen Ost: 2
Niedere Tauern Nord: 2
Niedere Tauern Süd: 2
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1
Randgebirge West:
Randgebirge Ost:

Problem1: Triebschnee, Höhere Lagen
Problem2: Nassschnee, Ganztägig

SCHLAGZEILE:
Wintereinbruch und ungünstige Tourenbedingungen zum Wochenende, Triebschnee in den Hochlagen!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In der Obersteiermark wird die Lawinengefahr am Wochenende mit mäßig beurteilt, wobei die Hauptprobleme höhenabhängig sind. In den Hochlagen über 1800m geht die Hauptgefahr von frischem Triebschnee in den Nord- über Ost- bis Südsektoren aus, der insbesondere bei großer Zusatzbelastung gestört werden kann und als Schneebrett auszulösen ist. In Lagen darunter sind spontane Nass- und Gleitschneelawinen jederzeit und aus allen Expositionen möglich. Diese können auch große Ausmaße annehmen! Zudem herrscht dieses Wochenende durchwegs schlechte Sicht auf den Bergen, was das Erkennen der Gefahrenstellen deutlich erschwert.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Frischer Neu- und Triebschnee lagern sich am Samstag mit dem Südwestwind noch in den Nord- bis Ostsektoren, am Sonntag mit dem Nordsturm dann in den Südsektoren ab. Dieser frische Triebschnee liegt in den Hochlagen zum Teil auf einer verharschten, spröden Altschneedecke bzw. sprödem Triebschnee der letzten Tage und bindet sich nur mäßig. In mittleren Lagen kommt der frische Schnee auf einer durchnässten Altschneedecke zu liegen, mit der er großteils gut bindet. Hier können aber durch den vorherigen Regeneintrag Schwachschichten entstehen und somit die Neuschneedecke als Nassschneelawinen spontan abrutschen.

WETTER:
Die Berge stecken am Samstag den ganzen Tag in Wolken sowie oft auch in Nebel und es regnet und schneit leicht bis mäßig. Die Schneefallgrenze liegt noch zwischen 1300m und 1600m Seehöhe. Der Wind weht mäßig aus Süd bis Südwest. Die Temperaturen liegen in 2000m bei -2 Grad. In der Nacht zum Sonntag fluten dann kältere Luftmassen ein, der Niederschlag geht auch unterhalb von 1000m in Schneefall über.

TENDENZ:
Am Sonntag wird es weiter winterlich. Bei viel Bewölkung und Nebel schneit es mäßig, im Stau der Nordalpen anhaltend und zeitweise auch stärker. In Summe können alleine am Sonntag 20 bis 30 cm Neuschnee fallen. Dazu weht Nordweststurm. Die Temperaturen liegen in 2000m im Norden bei -8 Grad. Es bilden sich zusätzlich zum Triebschnee in den Nordsektoren frische störanfällige Ablagerungen in den Südostsektoren. Auch am Montag ist noch mit weiteren mäßigen Niederschlägen mit Schneefallgrenze um 1200m zu rechnen. Am Dienstag bessert sich das Wetter vorläufig.
Weitere Informationen zur Lawinensituation erfolgen über Aktuelles-Einträge.

Der Lawinenwarndienst Steiermark geht in die Sommerpause, das ist der letzte Bericht in dieser Saison.
Lisa Jöbstl

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice für die Steiermark
8053 Graz, Klusemannstraße 21
Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
www.zamg.ac.at

Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht für die Steiermark für die Folgetage
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 2
Nordalpen Mitte: 2
Nordalpen Ost: 2
Niedere Tauern Nord: 2
Niedere Tauern Süd: 2
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1
Randgebirge West:
Randgebirge Ost:

Problem1: Triebschnee, Höhere Lagen
Problem2: Gleitschnee, Ganztägig

SCHLAGZEILE:
Triebschnee in den Hochlagen und ungünstige Tourenbedingungen zum Wochenende.

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Die Lawinengefahr wird für Freitag in den Nordalpen und den Niederen Tauern mit mäßig beurteilt, ansonsten herrscht geringe Lawinengefahr. Mit der Schlechtwetterphase bis kommenden Dienstag herrschen ungünstige Tourenbedingungen mit schlechten Sichtverhältnissen. Die Hauptgefahr geht von frischem Triebschnee in den Nord- und Ostsektoren der Hochlagen über 2000m aus, der durch große Zusatzbelastung gestört werden kann. In mittleren Lagen sind spontane Nass- und Gleitschneerutsche jederzeit und aus allen Expositionen möglich. Diese können auch große Ausmaße annehmen!

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Der Neuschnee von Dienstag hat sich wieder überall gesetzt, wurde in mittleren Lagen schnell wieder feucht und tief und existiert nur mehr über 2000m Seehöhe als pulvrige Auflage. Durch den Niederschlag und Nebel auf den Bergen kommt einerseits neuerlicher Neuschnee über 1700m Seehöhe dazu, anderseits wird die Schneedecke in den Lagen darunter weiter durchnässt und faul. Die Verbindung des Neuschnees mit der feuchten Altschneedecke ist gut, nur in den Hochlagen über 2000m kann sich spröder Triebschnee bilden, der schlecht mit dem verharschten Untergrund bindet.

WETTER:
Ab Freitag wird das Bergwetter merklich unbeständiger. Es lockert nur zwischendurch etwas auf, meist gibt es Wolken oder auch Nebel mit schlechter Sicht. Bei einer Schneefallgrenze um 1700m regnet und schneit es am Vormittag in der Obersteiermark, am Nachmittag verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt auf das Steirische Randgebirge. Der Wind kommt mäßig aus Nordwest, in höheren Lagen aus Südwest.

TENDENZ:
Am Samstag und Sonntag wird es in der Obersteiermark durchwegs bewölkt und neblig. Zudem ist das gesamte Wochenende mit Niederschlag zu rechnen. Die Schneefallgrenze liegt am Samstag um 1400m und sinkt am Sonntag auf bis zu 400m Seehöhe. Bis Sonntagabend werden mit Schwerpunkt im Nordstaugebiet bis zu 50cm Neuschnee erwartet. Der Wind dreht von West auf nördliche Richtungen und erreicht sein Maximum am Sonntag im Randgebirge. In den Hochlagen wird das Triebschneeproblem in den Vordergrund rücken, in mittleren Lagen kann der frische Schnee vermehrt zu Nassschneelawinen führen.

Der nächste Lagebericht wird bei Änderung der Situation herausgegeben.
Lisa Jöbstl

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice für die Steiermark
8053 Graz, Klusemannstraße 21
Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
www.zamg.ac.at