Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht für die Steiermark für Mittwoch, den 27.03.2019
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 2-3 Waldgrenze
Nordalpen Mitte: 2-3 Waldgrenze
Nordalpen Ost: 2-3 Waldgrenze
Niedere Tauern Nord: 2-3 Waldgrenze
Niedere Tauern Süd: 2
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 2
Randgebirge West: 1
Randgebirge Ost: 1

Problem1: Triebschnee, Höhere Lagen
Problem2: Gleitschnee,

SCHLAGZEILE:
In den Hochlagen der Nordstaugebiete erhebliche Lawinengefahr durch Triebschnee!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In den Nordalpen und den nördlichen Niederen Tauern herrscht oberhalb der Waldgrenze erhebliche Lawinengefahr durch Triebschnee. In den übrigen Regionen ist die Lawinengefahr mäßig oder gering. Gefahrenstellen finden sich leeseitig hinter Rücken, Kämmen und in den Einfahrten zu Rinnen und Mulden, wo schon durch geringe Zusatzbelastung Schneebrettlawinen ausgelöst werden können. Weiterhin muss sonnseitig in allen Höhenalgen vereinzelt mit Gleitschneelawinen gerechnet werden. Wegen der schlechten Sicht und Überschneiung sind die Gefahrenstellen schwer zu erkennen. Das betrifft sowohl Triebschneebereiche, als auch Schneemäuler, die auf drohende Gleitschneelawinen hinweisen.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Durch die Abkühlung konnte sich das sonnseitig feuchte Schneedeckenfundament festigen. Seit Montag bis Mittwoch fiel in den Nordalpen bis zu 35cm Neuschnee bei kräftigem Nord- bis Nordwestwind. Er lagerte sich sonnseitig auf einer warmen, nassen Schneeoberfläche und schattseitig auf teils lockerem Pulver als Triebschnee ab. Insbesondere in schattigen Hochlagen ist die Verbindung des Triebschnees mit dem Untergrund nicht gut. Sonnseitig ist die unterste Schicht Schneedecke feucht, was das Schneegleiten auf glattem Untergrund fördert.

WETTER:
Es bleibt kalt und in den Nordalpen schneit es weiter. Die Schneefallgrenze steigt auf etwa 700m. Der Wind weht lebhaft aus Nord und in 2000m liegen die Temperaturen bei -8 Grad. Die Gipfel stecken im Norden zumindest am Vormittag in den Wolken und die Sichtbedingungen sind schlecht. Südlich des Alpenhauptkammes wird kein Neuschnee erwartet und es ist überwiegend sonnig.

TENDENZ:
Am Donnerstag wird es ein wenig milder, es bleibt wechselhaft und im Norden kann es ein wenig schneien. Der Süden ist weiterhin wetterbegünstigt. Die Lawinengefahr lässt langsam nach.

Der nächste Lagebericht wird Mittwoch bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Gobiet

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