Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht für die Steiermark für Montag, den 29.04.2019
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 2
Nordalpen Mitte: 2
Nordalpen Ost: 2
Niedere Tauern Nord: 2
Niedere Tauern Süd: 2
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 2
Randgebirge West: 1
Randgebirge Ost:

Problem1: Gleitschnee,
Problem2: Triebschnee, Höhere Lagen

SCHLAGZEILE:
Mäßige Lawinengefahr durch Gleitschnee, in den Hochlagen vereinzelt Triebschneeproblem.

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Im Großteil des steirischen Berglandes herrscht mäßige Lawinengefahr. Mit der Abkühlung ist die Gefahr von Nassschneelawinen zwar zurückgegangen, die Gefahr von Gleitschneelawinen bleibt davon jedoch unbeeinflusst. Diese sind nach wie vor und jederzeit aus allen Expositionen möglich und können auch größere Ausmaße annehmen sowie bis in tiefe Lagen vorstoßen. Offene Schneemäuler sind daher als Warnzeichen zu betrachten, Bereiche darunter sollten soweit wie möglich gemieden werden. Mit dem prognostizierten Neuschnee kommt es außerdem zu kleineren Triebschneeansammlungen, welche als Schneebrettlawinen ausgelöst werden können.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Anhaltende Wärme und Föhn haben der Schneedecke zugesetzt, in der vergangenen Woche ist die Schneehöhe in mittleren Lagen um 40 bis 80cm zurückgegangen. Allgemein ist der Schnee verbreitet isotherm und feucht bzw. nass, nur hochalpin existieren in schattigen Hängen noch Kältereserven. Auf steilen Wald- und Wiesenhängen neigt die Schneedecke nach wie vor in allen Expositionen zum Gleiten. In den Hochlagen der Gurktaler Alpen und der Niederen Tauern ist am Wochenende ein wenig Neuschnee dazugekommen, dieser ist bei wenig Wind gefallen und hat sich meist gut mit dem Untergrund verbunden.

WETTER:
Auf den Bergen gibt sich der Winter noch keinesfalls geschlagen! Am Montag stecken die Gipfel der Niederen Tauern und Nordalpen meist im Nebel und es kann bei lebhaftem Nordwestwind immer wieder schneien. Die Schneefallgrenze liegt bei 1.000m. Südlich der Tauern bleibt es schon niederschlagsfrei, die Sonne zeigt sich aber nur ab und zu am starkbewölkten Himmel. Die Mittags-Temperaturen liegen in 2000m bei -4 Grad und in 1.500m bei -1 Grad; etwas milder wird es alpensüdseitig.

TENDENZ:
Das unbeständige Wetter setzt sich im Norden der Steiermark auch am Dienstag fort, wobei in höheren Lagen mit weiterem Schneezuwachs zu rechnen ist und der Wind langsam stärker wird. Die Schneebrettgefahr steigt daher an!

Der nächste Lagebericht wird Montag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Alexander Podesser

Email: lawine@lawine-steiermark.at

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