Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht für die Steiermark für Donnerstag, den 02.04.2020
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 1
Nordalpen Mitte: 1
Nordalpen Ost: 1
Niedere Tauern Nord: 1
Niedere Tauern Süd: 1
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1
Randgebirge West: 1
Randgebirge Ost:

Problem1: Nassschnee, Höhere Lagen

SCHLAGZEILE:
Bei geringer Lawinengefahr tageszeitlicher Anstieg von spontanen Lawinen

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Der Lawinenlagebericht bezieht sich derzeit wegen der COVID-19 Krise ausschließlich auf die Gefährdung von Infrastruktur und Siedlungsraum und nicht auf den Tourenbereich!

Die Lawinengefahr wird in der gesamten Steiermark mit gering beurteilt. Mit der Erwärmung und Einstrahlung kann sich in höheren Lagen im Tagesverlauf die teils lockere Schneeauflage speziell aus extrem steilem, besonntem Gelände vereinzelt als kleine Lockerschneelawine spontan lösen. Diese können mitunter höhergelegene Forstwege und Straßen erreichen, stellen jedoch keine Gefährdung für Infrastruktur und den Siedlungsraum dar. Sonnseitig nimmt das Schneegleiten auf steilen Wiesenhängen wieder langsam zu, große Gleitschneelawinen sind aber nicht zu erwarten.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Der Neuschnee zu Wochenbeginn kann sie mit den steigenden Temperaturen langsam setzen, die Verbindung mit der harten Altschneedecke ist aber noch nicht überall ausreichend. Mit der mittlerweile schon sehr kräftigen Einstrahlung kann die Schneeauflage speziell in steilem, felsigem Gelände destabilisiert werden. Das Schneedeckenfundament ist großteils gut verfestigt und stabil. Aufgrund der recht trockenen Luft hält sich die An- bzw. Durchfeuchtung der Schneedecke vorerst in Grenzen.

WETTER:
Am Donnerstag herrscht sonniges Hochdruckwetter, die Luftmasse ist trocken aber etwas milder als in den vergangenen Tagen. Der Wind kommt aus Nordwest und ist meist schwach. Nach einer klaren, kalten Nacht steigen die die Temperaturen bis zu Mittag in 2.000m auf -2 Grad und in 1.500m auf +3 Grad.

TENDENZ:
Am Freitag ziehen tagsüber entlang der Alpennordseite dichtere Wolken mit unergiebigen Schneeschauern durch, die Schneefallgrenze pendelt dabei um 1.000m Seehöhe. Bei lebhaftem Nordwestwind gehen die Temperaturen vorübergehend zurück.
An der Lawinengefahr ändert sich wenig.

Der nächste Lagebericht wird Donnerstag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Alexander Podesser

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
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