Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht für die Steiermark für Freitag, den 25.01.2019
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Mitte: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Ost: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern Nord: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern Süd: 1-2 Waldgrenze
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge West: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge Ost: 1-2 Waldgrenze

Problem1: Triebschnee, Ganztägig
Problem2: Altschnee, Ganztägig

SCHLAGZEILE:
Triebschnee-, Altschnee- und Gleitschneeprobelm!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Die Lawinengefahr ist unterhalb der Waldgrenze meist gering, sonst mäßig. Derzeit gilt es – je nach Region, Exposition und Höhenlage 3 Lawinenprobleme zu beachten:
1. Gleitschneelawinen können jederzeit spontan in allen Höhenlagen aus steilen Hangbereichen abgehen. Dabei können auch exponierte Straßen und Hofzufahrten betroffen sein! Gefahrenzeichen sind geöffnete Schneemäuler.
2. In den schneereichen Gebirgsgruppen der Nordalpen und Tauern liegt älterer aber auch frischer (von Donnerstag) störanfälliger Triebschnee, vorwiegend im schattseitigen, kammnahen Gelände.
3. An der Tauernsüdseite und in den Gurk- und Seetaler Alpen haben sich mit dem stürmischen Südwind neue, noch gering mächtige Einwehungen gebildet. Die Gefahrenstellen sind meist kleinräumig verteilt, Gefahrenzeichen sind bspw. Rissbildungen der Schneedecke. Hier existiert vor allem in schattseitigen Hochlagen zusätzlich noch ein Altschneeproblem, für das es keine äußeren Anzeichen gibt und schwer zu beurteilen ist. In beiden Fällen ist die Auslösung einer Schneebrettlawine bei großer, eventuell auch schon bei geringer Zusatzbelastung eines Tourengehers möglich.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Kamm- und Gipfelbereiche sowie Plateaus sind oft abgeblasen oder mit teils bizarren Windharschformen überdeckt. Sonnseitig hat sich die Schneedecke meist schon gesetzt, an der Oberfläche hat sich ein dünner Schmelzharschdeckel gebildet. Schattseitig ist die Schneeoberfläche oft von Reif überdeckt. Darauf liegt je nach Windeinfluss bis zu 20cm störanfälliger Triebschnee. In den südlichen Gebirgsgruppen schwächen zudem auch tieferliegende, kantige Formen die Schneedecke und stellen eine schlechte Unterlage für die gebundene Schneetafel darüber dar. Trotz der Abkühlung existiert in allen Höhenlagen ein bodennaher Schmierfilm, der nach wie vor für anhaltende Gleitschneeaktivität sorgt. In tieferen, windgeschützten Lagen überwiegt lockerer Pulverschnee.

WETTER:
Mit einer nordwestlichen Strömung gelangen Schneeschauer in die Steiermark. Im Nordstau schneit es ein wenig. Dazu weht ein stürmischer, eisiger Nordwestwind. Südlich der Mur- Mürzfurche zeigt sich immer wieder die Sonne. Die Temperatur in 2000m liegt bei -10 Grad. Am Samstag erreicht eine Warmfront aus Nordwest die Steiermark. Intensiver Schneefall und Sturm kündigen sich an.

TENDENZ:
Ein Anstieg der Lawinengefahr wird erwartet.

Der nächste Lagebericht wird Freitag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Arnold Studeregger

Email: lawine@lawine-steiermark.at

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