Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht für die Steiermark für Samstag, den 26.01.2019
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 2-3 Tagesgang
Nordalpen Mitte: 2-3 Tagesgang
Nordalpen Ost: 2-3 Tagesgang
Niedere Tauern Nord: 2-3 Tagesgang
Niedere Tauern Süd: 2-3 Tagesgang
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 2
Randgebirge West: 2
Randgebirge Ost: 2

Problem1: Triebschnee, Ganztägig
Problem2: Gleitschnee, Ganztägig

SCHLAGZEILE:
Frischer Triebschnee in den Nordstaugebieten! Anstieg der Lawinengefahr auf erheblich!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Die Lawinengefahr steigt in den Nordalpen und in den Niederen Tauern während des Tages auf erheblich an. Das Hauptproblem ist der frische Triebschnee hinter Geländeübergänge bzw. im kammnahen Bereich, welcher oberhalb der Baumgrenze in den Sektoren Ost und Süd bereits bei geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden kann. Auch Gleitschneelawinen sind nach wie vor Thema. Diese können jederzeit spontan in allen Höhenlagen aus steilen Hangbereichen abgehen. Dabei können auch exponierte Straßen und Hofzufahrten betroffen sein! Gefahrenzeichen sind geöffnete Schneemäuler.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Die kalten Tage und Nächte führten auf der Schneedeckenoberfläche zum Aufbau von Oberflächenreif oder kantigen Formen. Auf dieser frischen, weichen Schicht lagert sich am Samstag der Schnee (Triebschnee) ab. Die Verbindung dieser Schichten ist nicht gut. Sonst ist das Schneedeckenfundament in den schneereichen Gebieten stabil. In den südlichen Gebirgsgruppen schwächt die aufbauende Umwandlung den Schneedeckenaufbau. In allen Höhenlagen existiert nach wie vor ein bodennaher Schmierfilm, der vor für anhaltende Gleitschneeaktivität sorgt.

WETTER:
Die Berge des Nordstaugebietes sind bereits in den Vormittagsstunden in Wolken. Am Vormittag beginnt es zu schneien und zwischen Dachstein und Hochschwab fällt der Schneefall auch intensiv aus. Am Nachmittag erreich die Schneeschauer auch den Süden. Der Wind weht stark bis stürmisch aus Nordwest. Die Temperaturen steigen bis zum Abend in 2000m auf -5 Grad an. Am Sonntag stellt sich vorübergehend milderes Bergwetter ein. Es bleibt meist trocken und die Sonne zeigt sich immer wieder. Der Wind dreht auf Südwest.

TENDENZ:
Die schattseitigen Hänge werden mit dem Südwestwind mit Triebschnee befüllt. Die erhebliche Schneebrettgefahr bleibt bestehen.

Der nächste Lagebericht wird Samstag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Arnold Studeregger

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice für die Steiermark
8053 Graz, Klusemannstraße 21
Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
www.zamg.ac.at