Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht für die Steiermark für Freitag, den 01.03.2019
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 2
Nordalpen Mitte: 2
Nordalpen Ost: 2
Niedere Tauern Nord: 2
Niedere Tauern Süd: 1-2 1500m
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1-2 1800m
Randgebirge West: 1
Randgebirge Ost: 1

Problem1: Gleitschnee,
Problem2: Triebschnee, Region R1

SCHLAGZEILE:
Mäßige Lawinengefahr wegen Gleitschnee. In den Nordalpen frischer Triebschnee.

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In den schneereichen Gebirgsgruppen der Nordalpen und der Niederen Tauern sorgen Gleitschneelawinen für mäßige Lawinengefahr. Betroffen sind sonnseitige Hänge mit glattem Untergrund in allen Höhenlagen. Die Gleitschneelawinen können durchaus große Ausmaße annehmen. Offene Schneemäuler sind Hinweise auf mögliche spontane Abgänge und die Auslaufbereiche darunter sollten soweit wie möglich gemieden werden. In den Hochlagen der Nordalpen entstehen ost- und südseitig hinter Geländekanten frische Triebschneeablagerungen, die durch Zusatzbelastung als Schneebrettlawinen ausgelöst werden können. Vereinzelt können in den Hochlagen durch große Zusatzbelastung in den Einfahrten zu extrem steilen, schattigen Rinnen auch Schwachschichten im Altschnee angesprochen werden.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Das Schneefundament ist in den schneereichen Gebieten stabil, ist aber sonnseitig von den mittleren Lagen abwärts bereits bis zum Grund durchfeuchtet. Sonnseitig ist zusätzlich auch in höheren Lagen die unterste Schicht feucht, was das Schneegleiten auf glattem Untergrund fördert. In südlich und östlich exponierten Geländeformen der Nordalpen entstehen frische Triebschneeablagerungen, die sich voraussichtlich gut mit dem warmen Untergrund verbinden. Schwachschichten innerhalb der Triebschneepakete können aber nicht ausgeschlossen werden. In schneearmen Bereichen der Hochlagen schwächt schattseitig Schwimmschnee die Schneedeckenbasis.

WETTER:
Am Freitag stecken die Berge der Alpennordseite den ganzen Tag in Wolken, die Sichtbedingungen sind schlecht und es schneit immer wieder. In den Nordalpen können bis zu 30cm zusammenkommen, in den übrigen Gebieten bleibt der Schneefall unergiebig. Die Schneefallgrenze sinkt im Laufe des Tages von 1300m auf etwa 1000m. Südlich des Alpenhauptkammes ziehen nur vorübergehend Schauer durch, hier zeigt sich auch die Sonne. Der Wind weht lebhaft aus Nordwest und die Temperaturen in 2000m gehen auf -3 Grad zurück.

TENDENZ:
Am Samstag schneit es in Nordstau bei lebhaften Nordwestwind und es bleibt kühl. Die Gefahr von Schneebrettlawinen steigt an.

Der nächste Lagebericht wird Freitag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Gobiet

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