Livebericht vom Einsatzort

Lawinenlagebericht für die Steiermark vom 2016-12-30, 18:16 Uhr
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Mitte: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Ost: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern Nord: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern Süd: 1
Gurktaler u. Seetaler Alpen:
Randgebirge West:
Randgebirge Ost: 1

Problem1: Altschnee,

SCHLAGZEILE:
Schwachschichten im Altschnee sorgen für mäßige Lawinengefahr in schattigen Hängen!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In den gesamten Nordalpen und den nördlichen Niederen Tauern herrscht über der Waldgrenze mäßige Lawinengefahr. In den übrigen Regionen herrscht entweder geringe Lawinengefahr, oder es wird aufgrund von Schneemangel noch keine Gefahrenstufe ausgegeben. Zu beachten sind insbesondere nördlich exponierte Hänge, wo Schwimmschnee und kantige Kristalle das Schneedeckenfundament schwächen. Schneebrettlawinen können vorwiegend durch große Zusatzbelastung ausgelöst werden. Vereinzelt, insbesondere in den Hochlagen und bei Übergängen von wenig zu viel Schnee, kann aber auch die geringe Zusatzbelastung eines einzelnen Tourengehers ausreichen, um die Schwachschicht zu stören. Aufgrund der unregelmäßigen Schneeverteilung sind keine großen Lawinen zu erwarten.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Der Neu- und Triebschnee im Nordstaugebiet von Mittwoch hat sich mittlerweile gut gesetzt. Abgeblasene, teils vereiste Bereiche und mächtige Schneeansammlungen wechseln auf engem Raum. Unter dem frischen Schnee findet sich meist eine Harschkruste vom Regen letzten Sonntag. Darunter, insbesondere in nördlichen Expositionen, teilweise weiche Schwachschichten aus kantigen Kristallen. Je nach Festigkeit der Harschkruste und des darüber liegenden Schneepaketes kann diese Schwachschicht mehr oder weniger leicht gestört werden und zu Schneebrettlawinen führen.

WETTER:
Ein ausgedehntes Hochdruckgebiet über Westeuropa sorgt auch am Samstag für durchwegs sonniges Bergwetter, wenig Wind und milde Temperaturen. In 2000 m werden leicht positive Temperaturen erwartet.

TENDENZ:
Auch am Neujahrstag hält der Hochdruckeinfluss an und sorgt für wolkenloses Wetter sowie milde Temperaturen. Die Lawinengefahr ändert sich kaum.

Der nächste Prognosebricht wird morgen bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Gobiet

Email: lawine@lawine-steiermark.at

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