Livebericht vom Einsatzort

Lawinenlagebericht für die Steiermark vom 2016-12-31, 16:19 Uhr
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 1-2 2000
Nordalpen Mitte: 1-2 2000
Nordalpen Ost: 1-2 2000
Niedere Tauern Nord: 1-2 2000
Niedere Tauern Süd: 1
Gurktaler u. Seetaler Alpen:
Randgebirge West:
Randgebirge Ost: 1

Problem1: Altschnee,

SCHLAGZEILE:
Schwachschichten im Altschnee sorgen für mäßige Lawinengefahr in schattigen Hängen!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In den gesamten Nordalpen und den nördlichen Niederen Tauern herrscht in den Hochlagen mäßige Lawinengefahr. In den übrigen Regionen herrscht entweder geringe Lawinengefahr, oder es wird aufgrund von Schneemangel noch keine Gefahrenstufe ausgegeben. Die Gefahrenstellen finden sich insbesondere in nördlich exponierten Hängen, wo Schwimmschnee und kantige Kristalle das Schneedeckenfundament schwächen. Diese Schwachschichten im Altschnee sind äußerlich auch von erfahrenen Tourengehern nicht zu erkennen! In höheren Lagen und insbesondere in Bereichen mit wenig Schnee, oder an Übergängen von wenig zu viel Schnee können Schneebrettlawinen auch schon durch die geringe Zusatzbelastung eines einzelnen Tourengehers ausgelöst werden.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Der Neu- und Triebschnee im Nordstaugebiet hat sich bereits gut gesetzt. Abgeblasene, teils vereiste Bereiche und mächtige Schneeansammlungen wechseln auf engem Raum. Darunter findet sich verbreitet bis über 2000 m eine Harschkruste vom Regen letzten Sonntag. Unter der Harschkruste sind insbesondere in nördlichen Expositionen weiche Schwachschichten aus kantigen Kristallen eingelagert. Je nach Festigkeit der Harschkruste und des darüber liegenden Schneepaketes kann diese Schwachschicht mehr oder weniger leicht gestört werden und zu Schneebrettlawinen führen.

WETTER:
Ein mächtiges Hoch über West- und Mitteleuropa sorgt auch am Neujahrstag in den Bergen für strahlend blauen Himmel, wenig Wind und milde Temperaturen von etwa +1 Grad in 2000 m.

TENDENZ:
Am Montag kündigen sinkende Temperaturen und zunehmender Westwind einen Wetterumschwung an. Der Vormittag verläuft noch durchwegs wolkenlos, am Nachmittag ziehen von Norden her die ersten Wolken einer Kaltfront, die uns in der Nacht auf Dienstag erreichen wird, auf. An der Lawinengefahr ändert sich vorerst noch nichts.

Der nächste Prognosebricht wird morgen bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Gobiet

Email: lawine@lawine-steiermark.at

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