Livebericht vom Einsatzort

Lawinenlagebericht für die Steiermark vom 2017-01-02, 17:39 Uhr
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Mitte: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Ost: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern Nord: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern Süd: 1
Gurktaler u. Seetaler Alpen:
Randgebirge West:
Randgebirge Ost: 1

Problem1: Triebschnee,
Problem2: Altschnee,

SCHLAGZEILE:
Stürmischer Wind und leichter Schneefall sorgen für mäßige Lawinengefahr durch frischen Triebschnee!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In den gesamten Nordalpen und den nördlichen Niederen Tauern herrscht über der Waldgrenze mäßige Lawinengefahr. In den übrigen Regionen herrscht entweder geringe Lawinengefahr oder es wird aufgrund von Schneemangel noch keine Gefahrenstufe ausgegeben. Die Gefahrenstellen finden sich insbesondere in den Einfahrten zu schattigen Rinnen und Mulden oder hinter Geländekanten, wo entweder frischer Triebschnee schon durch geringe Zusatzbelastung als Schneebrettlawine ausgelöst werden kann oder Schwimmschnee und kantige Kristalle das Schneedeckenfundament schwächen. Während die Triebschneebereiche für erfahrene Tourengeher leicht erkennbar sind und vermieden werden können, ist das Altschneeproblem unter der Schneeoberfläche verborgen und nicht äußerlich erkennbar. Es findet sich vornehmlich in den Hochlagen in Einfahrten zu extrem steilen, schattigen Rinnen.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Der Neu- und Triebschnee der in der Nacht von Montag auf Dienstag durchziehenden Kaltfront wird sich schattseitig auf bereits aufbauend umgewandelte kantige Schneekristalle oder Oberflächenreif ablagern und daher nur schlecht mit der Altschneedecke verbunden sein. Lokal können sich daher Gefahrenstellen bilden, an denen Triebschneelinsen leicht auslösbar sind. Allerdings sind diese Gefahrenstellen wegen der eher geringen Neuschneemengen kleinräumig begrenzt. In den Hochlagen sind schattseitig nach wie vor Schwachschichten im Altschnee vorhanden. Je nach Festigkeit der Harschkruste und des darüber liegenden Schneepaketes kann diese Schwachschicht mehr oder weniger leicht gestört werden und zu Schneebrettlawinen führen.

WETTER:
In der Nacht von Montag auf Dienstag überquert uns eine Kaltfront, die auf den Gipfeln für stürmischen Nordwest- bis Nordwind und kalte Temperaturen sorgt. In 2000 m erwarten wir am Montag daher rund -10 Grad. Die Schneefallgrenze reicht bis in die Tallagen und in den Nordstaugebieten (R1) kommt es zu unergiebigen Schneefällen. Insgesamt sind vorerst nicht mehr als maximal 10 cm Neuschnee zu erwarten. In der Früh lassen die Schneefälle nach und die Bewölkung lockert ein wenig auf. In den südlichen Gebirgsgruppen ist nach wie vor kein Neuschnee zu erwarten und das Wetter ist generell freundlicher als im Norden der Steiermark.

TENDENZ:
Am Mittwoch erreicht uns aus Norden eine weitere Front mit stürmischem Wind und beachtlichen Neuschneemengen in den Nordstaugebieten. Die Lawinengefahr wird deutlich ansteigen.

Der nächste Prognosebricht wird morgen bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Gobiet

Email: lawine@lawine-steiermark.at

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