05.01.2017 / Bergung Rittisberg

Am 5.JĂ€nner kam eine zehnjĂ€hrige SchĂŒlerin aus Deutschland abseits der Piste zu Sturz und fiel in einen Graben, aus dem sie nicht mehr eigenstĂ€ndig befreien konnte. Daraufhin verstĂ€ndigte die SchĂŒlerin selbstĂ€ndig mittels Mobiltelefon die RettungskrĂ€fte und konnte unverletzt geborgen werden.

Die zehnjĂ€hrige Skifahrerin aus der deutschen Stadt Bochum wollte gegen 15.45 Uhr eine AbkĂŒrzung zwischen der MĂ€rchenabfaht am Rittisberg nehmen. Sie kam dabei im GelĂ€nde abseits der Piste zu Sturz und  fiel unglĂŒcklich in einen Graben, aus dem sie sich nicht mehr selbststĂ€ndig befreien konnte. GlĂŒcklicherweise hatte das MĂ€dchen ein Mobiltelefon mit, mit dem sie einen Notruf absetzte.

Kurz nach 16:00 Uhr rĂŒckten 3 Mann von unserem Team mit 3 Skidoos Richtung Rittisberg aus um die Skifahrerin zu suchen. 4 Mann von den Rittisberg-Bergbahnen waren bereits ebenfalls mit Skidoos auf der Suche nach dem MĂ€dchen. Da es mehrere Möglichkeiten gibt um eine AbkĂŒrzung zu nehmen, dauerte es nahezu eine Stunde bis die Skifahrerin von einem Angestellten der Bergbahnen gefunden wurde. GlĂŒcklicherweise zog sich das MĂ€dchen bei dem Sturz keine Verletzungen zu, konnte unverletzt geborgen, und mit dem Skidoo ins Tal gebracht werden.

Bild: Hannes Uttinger / BRD Ramsau

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Livebericht vom Einsatzort

Lawinenlagebericht fĂŒr die Steiermark vom 2017-01-05, 16:55 Uhr
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 3
Nordalpen Mitte: 3
Nordalpen Ost: 3
Niedere Tauern Nord: 3
Niedere Tauern SĂŒd: 2
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1
Randgebirge West: 1
Randgebirge Ost: 2

Problem1: Triebschnee,
Problem2: Altschnee,

SCHLAGZEILE:
Tiefwinterliche VerhÀltnisse in den Nordstaugebieten: zum Teil hohe StöranfÀlligkeit der Schneedecke durch verschiedene Schwachschichten!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In den gesamten Nordalpen und den nördlichen Niederen Tauern herrscht erhebliche Lawinengefahr, an der TauernsĂŒdseite und im östlichen Randgebirge ist die Lawinengefahr mĂ€ĂŸig, in den Gurk- und Seetaler Alpen sowie im westlichen Randgebirge gering. Der Sturm hat Gipfel und Grate abgeblasen, die Einwehungen reichen dafĂŒr weit herunter. Die bisher vorwiegend schattseitig aufgetretenen Schwachschichten (kantige Formen und OberflĂ€chenreif) wurden vom Neu- und Triebschnee zugedeckt. Es bildeten sich im Neuschnee weitere Schwachschichten in Form weicherer Schneeeinlagen und Graupel, die in allen Hangrichtungen auftreten und bis in die Waldbereiche herunter vom Triebschnee ĂŒberdeckt werden können. Mit einer Lawinenauslösung der gebundenen Schneetafel ist bereits bei geringer Zusatzbelastung durch einzelne Schifahrer zu rechnen. Außerdem sind vor allem dort, wo das schwache Schwimmschneefundament einen besonders schlechten Aufbau aufweist, auch Selbstauslösungen von kleinen bis mittelgroßen Lawinen möglich.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Derzeit gehen die Gefahrenstellen im Tourenbereich von mehreren Schwachschichten aus: Mit der aktuellen Schneefallperiode bilden sich momentan ? je nach Windeinfluss ? im gebundenen Schnee potenzielle BruchflĂ€chen in Form weicherer Schneeeinlagen und Graupel aus. Der Neuschnee ĂŒberdeckt außerdem Ă€ltere Schwachschichten, die sich einerseits schon im Laufe des Winters in schattseitigen Lagen ĂŒber ca. 1.800m ausgebildet haben (Schwimmschnee unter einer geringmĂ€chtigen, verharschten Altschneedecke), andererseits aber erst vor kurzem im schattseitigen GelĂ€nde aller Höhenlagen entstanden sind (OberflĂ€chenreif im Zuge der nĂ€chtlichen Ausstrahlung wĂ€hrend des letzten Hochdruckgebietes).

WETTER:
Mit einer nördlichen Höhenströmung gelangt trockenere und extrem kalte Arktikluft zu uns. In den Nordalpen und Niederen Tauern schneit es am Freitag bei tiefwinterlichen Temperaturen noch unergiebig. Die Gipfel bleiben meist in Nebel, nur vorĂŒbergehend können die Wolken kurz auflockern. Im leebegĂŒnstigten SĂŒden der Steiermark scheint abgesehen von kurzen Schneeschauern am Vormittag meist die Sonne. Es ist bitter kalt, dazu weht lebhafter bis stĂŒrmischer Nordwind mit Böen bis 100 km/h. Die Wind-Chill-Temperaturen liegen auf den Bergen um -30 Grad, auf exponierten KĂ€mmen auch darunter!

TENDENZ:
Der Samstag beginnt gering bewölkt. Bis Mittag ziehen von Norden aber neue Wolken einer Warmfront auf, die Gipfel geraten im Laufe des Nachmittages in Nebel. Nachts dann von Norden erneut Schneefall. Bei nur geringer FrostabschwÀchung weht wieder starker Nordwestwind.

Der nÀchste Prognosebricht wird morgen bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Alexander Podesser

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt fĂŒr Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice fĂŒr die Steiermark
8053 Graz, Klusemannstraße 21
Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
www.zamg.ac.at

03.01.2017 / Bergung Austriascharte

Am 3.JÀnner gerieten zwei Skitourengeher aus Oberösterreich, auf der Austriascharte zwischen Dachsteingletscher und Edelgries in Bergnot. Aufgrund der starken Windböen war eine Bergung mittels Rettungshubschraubers nicht mehr möglich. Beide Skitourengeher konnten nach einer Rettungsaktion unverletzt geborgen werden.

Die Alpinisten wollten laut eigenen Angaben mittels GPS Daten ĂŒber das Edelgries mit Tourenskiern zum Dachsteingletscher hochsteigen. Oberhalb des Edelgries kamen sie in die sehr steile Austriascharte welche tief verschneit war. Die beiden Alpinisten waren sich von diesem Zeitpunkt an nicht mehr sicher, ob die GPS Daten stimmten und setzten einen Notruf ab. Der Rettungshubschrauber C-14 des ÖAMTC wurde alarmiert und konnte kurz darauf die beiden Alpinisten auch orten, jedoch war eine Bergung mit dem Hubschrauber aufgrund der starken Windböen nicht mehr möglich. Um 16:55 Uhr wurde unser Team verstĂ€ndigt um die beiden Skitourengeher zu bergen. Mit 9 Mann rĂŒckte unser Team kurz nach 17:00 Uhr Richtung Talstation der Dachstein Gletscherbahn aus. An der Bergstation der Gletscherbahn angekommen transportierten wir mit einem PistengerĂ€t die Mannschaft samt AusrĂŒstung zu den Aufstiegsleitern, welche zum Rosmarie-Stollen fĂŒhren. Nach dem Aufstieg nördlich der Austriascharte erreichten wir ĂŒber den Rosmarie-Stollen schließlich die Austriascharte. Aufgrund der Schneeverwehungen und des steilen GelĂ€ndes, mussten ca. 170m Fix-Seile verankert werden um zu den beiden Alpinisten gelangen zu können. Bei knapp -15° Celsius, einsetzenden Schneefall, starken Windböen und Dunkelheit, war auch fĂŒr unser erfahrenes Team Ă€ußerste Vorsicht geboten. Um ca. 18:45 Uhr waren wir zu den beiden Alpinisten vorgedrungen.

Beide Alpinisten waren gut ausgerĂŒstet und waren in guter Verfassung als wir sie erreichten. Dank ihrer guten Verfassung waren sie in der Lage, mit unserer UnterstĂŒtzung, eigenstĂ€ndigÂ ĂŒber die Austriascharte zu klettern und ĂŒber die von uns installierten Fix-Seile zum Rosmarie-Stollen zu gelangen. An der Nordseite des Rosmarie-Stollen wurden sie zum Gletscher abgeseilt und im Anschluss mit dem PistengerĂ€t zur Bergstation der Gletscherbahn gebracht. Um ca. 20:00 Uhr waren wir gemeinsam wieder bei der Talstation der Dachstein Gletscherbahn angelangt und die beiden Alpinisten konnten unverletzt geborgen.

Der erste Einsatz hat also auch im neuen Jahr nicht lange auf sich warten lassen. Die beiden Alpinisten waren ĂŒberaus dankbar fĂŒr die schnelle Rettung und blieben dank ihrer guten AusrĂŒstung und der Entscheidung die RettungskrĂ€fte zu alarmieren unverletzt. Eine Nacht am Berg bei solch widrigsten Wetterbedingungen hĂ€tte wahrscheinlich schwerwiegendere Folgen gehabt.

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Bilder: Hans Prugger, Richard Schrempf, Hannes Uttinger

Livebericht vom Einsatzort

Lawinenlagebericht fĂŒr die Steiermark vom 2017-01-04, 15:53 Uhr
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 3
Nordalpen Mitte: 3
Nordalpen Ost: 3
Niedere Tauern Nord: 3
Niedere Tauern SĂŒd: 2
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1
Randgebirge West:
Randgebirge Ost: 2

Problem1: Triebschnee,

SCHLAGZEILE:
Tiefwinterliche VerhÀltnisse in den Nordstaugebieten mit Sturm, Neuschnee und KÀlte: Frischer Triebschnee auch waldnah!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In den gesamten Nordalpen und den nördlichen Niederen Tauern herrscht erhebliche Lawinengefahr, an der TauernsĂŒdseite und im östlichen Randgebirge ist die Lawinengefahr mĂ€ĂŸig. In den ĂŒbrigen Regionen wird aufgrund von Schneemangel noch keine Gefahrenstufe ausgegeben. Der Sturm blĂ€st Gipfel und Grate ab, die Einwehungen reichen dafĂŒr weit herunter. Damit wurden die bisher vorwiegend schattseitig aufgetretenen Schwachschichten (kantige Formen und OberflĂ€chenreif) vom Neu- und Triebschnee zugedeckt, und es bildeten sich weitere Schwachschichten in Form weicherer Schneeeinlagen, die in allen Hangrichtungen auftreten und bis in die Waldbereiche herunter vom Triebschnee ĂŒberdeckt werden können. Eine Lawinenauslösung der gebundenen Schneetafel ist bereits bei geringer Zusatzbelastung möglich.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Derzeit gehen die Gefahrenstellen im Tourenbereich von Schwachschichten aus, die sich einerseits schon im Laufe des Winters ausgebildet haben (kantige Schneekristalle unter einer geringmĂ€chtigen Altschneedecke), andererseits erst vor kurzem entstanden sind (OberflĂ€chenreif im Zuge der nĂ€chtlichen Ausstrahlung wĂ€hrend des letzten Hochdruckgebietes). Mit der aktuellen Schneefallperiode wurden diese Schwachschichten von einer kalten und schlecht bindenden Neuschneeauflage ĂŒberdeckt. Je nach Windeinfluss können im Neuschnee weitere potenzielle BruchflĂ€chen in Form weicherer Schneeeinlagen entstehen!

WETTER:
Über das Sturmtief ?Axel? gelangt feuchtkalte Nordseeluft zu uns. Entlang der Nordalpen und Niederen Tauern schneit es ĂŒber Nacht zum Teil intensiv, am Donnerstagvormittag noch mĂ€ĂŸig. Am Nachmittag lassen die SchneefĂ€lle nach, in der Nacht auf Freitag lockern die Wolken vorĂŒbergehend auf. Die AlpensĂŒdseite bleibt wetterbegĂŒnstigt, hier ziehen nur ab und zu Wolken mit einzelnen Schneeschauern durch. Auf den Bergen weht stĂŒrmischer Nordwestwind, der am Alpenostrand (Hochschwab-Veitsch-Rax) OrkanstĂ€rke erreicht. Die Temperaturen liegen in 1.500m bei -12 Grad und in 2.000m bei -16 Grad.

TENDENZ:
Am Dreikönigstag nimmt die Bewölkung weiter ab, im Nordstaugebiet kann es anfangs noch unergiebig schneien. Der Wind dreht auf Nord und wird ein wenig schwĂ€cher, die Temperaturen gehen aber noch weiter zurĂŒck (-21 Grad in 2.000m!). Der Samstag verlĂ€uft zeitweise sonnig, am Sonntag folgt weiterer Schnee. Es bleibt kalt und damit verzögert sich die Setzung der Schneedecke.

Der nÀchste Prognosebricht wird morgen bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Alexander Podesser

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt fĂŒr Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice fĂŒr die Steiermark
8053 Graz, Klusemannstraße 21
Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
www.zamg.ac.at

Livebericht vom Einsatzort

Lawinenlagebericht fĂŒr die Steiermark vom 2017-01-03, 16:43 Uhr
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 2-3 Tagesgang
Nordalpen Mitte: 2-3 Tagesgang
Nordalpen Ost: 2-3 Tagesgang
Niedere Tauern Nord: 2-3 Tagesgang
Niedere Tauern SĂŒd: 2
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1
Randgebirge West:
Randgebirge Ost: 1-2 Tagesgang

Problem1: Triebschnee,

SCHLAGZEILE:
Tiefwinterliche VerhÀltnisse in den Nordstaugebieten mit Sturm und Neuschnee: Zunahme der Gefahrenstellen durch neuen Triebschnee!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In den gesamten Nordalpen und den nördlichen Niederen Tauern steigt morgen die Lawinengefahr ĂŒber der Waldgrenze auf erheblich (Stufe 3) an. Auch an der TauernsĂŒdseite ist im Tagesverlauf mit mĂ€ĂŸiger Lawinengefahr zu rechnen. In den ĂŒbrigen Regionen wird aufgrund von Schneemangel noch keine Gefahrenstufe ausgegeben. Der Umfang der Gefahrenstellen nimmt im Laufe des Tages zu: Die bisher vorwiegend schattseitig aufgetretenen Schwachschichten (kantige Formen und OberflĂ€chenreif) werden vom Neu- und Triebschnee zugedeckt, es entstehen in weiterer Folge durch weichere Schneeeinlagen neue Schwachschichten, die in allen Hangrichtungen auftreten und bis in den Wald vom Triebschnee ĂŒberdeckt werden können. Eine Schneebrettauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung möglich, aufgrund der schlechten Sicht sind die frischen Triebschneeablagerungen aber schwer zu erkennen!

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Derzeit gehen die Gefahrenstellen im Tourenbereich von Schwachschichten aus, die sich einerseits schon im Laufe des Winters ausgebildet haben (kantige Schneekristalle unter einer geringmĂ€chtigen Altschneedecke), andererseits erst vor kurzem entstanden sind (OberflĂ€chenreif im Zuge der nĂ€chtlichen Ausstrahlung wĂ€hrend des letzten Hochdruckgebietes). Diese Schwachschichten wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag alpennordseitig von einer dĂŒnnen, kalten und schlecht bindenden Neuschneeauflage ĂŒberdeckt. Morgen Mittwoch folgt ergiebigerer Neuschnee, der je nach Windeinfluss mehr oder weniger gebunden sein wird. Aus weicheren Schneeeinlagen unter dem Triebschnee können neue Schwachschichten entstehen!

WETTER:
In den Morgenstunden des Mittwochs erreicht uns eine Kaltfront. Von Nordwesten her geraten die Nordalpen und Niederen Tauern in Nebel und es setzt leichter Schneefall ein, welcher bis zum Nachmittag stĂ€rker wird. Die AlpensĂŒdseite bleibt wetterbegĂŒnstigt, hier ziehen nur ab und zu Wolken mit einzelnen Schneeschauern durch. Der Wind weht zunehmend stĂŒrmisch aus Nordwest, in den steirisch- niederösterreichischen Kalkalpen können Orkanböen bis ĂŒber 120 km/h erreichen. In 1.500m liegen die Temperaturen bei -6 Grad, in 2.000m bei -9 Grad.

TENDENZ:
Am Donnerstag hĂ€lt das winterliche Wetter in den Nordalpen und Niederen Tauern an. Am Vormittag schneit es zum Teil noch intensiv, bis zum Nachmittag dann nur noch mit geringer Ergiebigkeit. Die Wolken bleiben aber meist dicht, der Wind weht mit unverĂ€nderter StĂ€rke und die Temperaturen gehen weiter zurĂŒck. SĂŒdlich des Alpenhauptkammes lockert weiterhin der Nordföhn die Wolken auf, ein paar Schneeschauer können aber immer wieder ĂŒbergreifen.

Der nÀchste Prognosebricht wird morgen bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Alexander Podesser

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt fĂŒr Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice fĂŒr die Steiermark
8053 Graz, Klusemannstraße 21
Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
www.zamg.ac.at

Livebericht vom Einsatzort

Lawinenlagebericht fĂŒr die Steiermark vom 2017-01-02, 17:39 Uhr
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Mitte: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Ost: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern Nord: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern SĂŒd: 1
Gurktaler u. Seetaler Alpen:
Randgebirge West:
Randgebirge Ost: 1

Problem1: Triebschnee,
Problem2: Altschnee,

SCHLAGZEILE:
StĂŒrmischer Wind und leichter Schneefall sorgen fĂŒr mĂ€ĂŸige Lawinengefahr durch frischen Triebschnee!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In den gesamten Nordalpen und den nördlichen Niederen Tauern herrscht ĂŒber der Waldgrenze mĂ€ĂŸige Lawinengefahr. In den ĂŒbrigen Regionen herrscht entweder geringe Lawinengefahr oder es wird aufgrund von Schneemangel noch keine Gefahrenstufe ausgegeben. Die Gefahrenstellen finden sich insbesondere in den Einfahrten zu schattigen Rinnen und Mulden oder hinter GelĂ€ndekanten, wo entweder frischer Triebschnee schon durch geringe Zusatzbelastung als Schneebrettlawine ausgelöst werden kann oder Schwimmschnee und kantige Kristalle das Schneedeckenfundament schwĂ€chen. WĂ€hrend die Triebschneebereiche fĂŒr erfahrene Tourengeher leicht erkennbar sind und vermieden werden können, ist das Altschneeproblem unter der SchneeoberflĂ€che verborgen und nicht Ă€ußerlich erkennbar. Es findet sich vornehmlich in den Hochlagen in Einfahrten zu extrem steilen, schattigen Rinnen.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Der Neu- und Triebschnee der in der Nacht von Montag auf Dienstag durchziehenden Kaltfront wird sich schattseitig auf bereits aufbauend umgewandelte kantige Schneekristalle oder OberflĂ€chenreif ablagern und daher nur schlecht mit der Altschneedecke verbunden sein. Lokal können sich daher Gefahrenstellen bilden, an denen Triebschneelinsen leicht auslösbar sind. Allerdings sind diese Gefahrenstellen wegen der eher geringen Neuschneemengen kleinrĂ€umig begrenzt. In den Hochlagen sind schattseitig nach wie vor Schwachschichten im Altschnee vorhanden. Je nach Festigkeit der Harschkruste und des darĂŒber liegenden Schneepaketes kann diese Schwachschicht mehr oder weniger leicht gestört werden und zu Schneebrettlawinen fĂŒhren.

WETTER:
In der Nacht von Montag auf Dienstag ĂŒberquert uns eine Kaltfront, die auf den Gipfeln fĂŒr stĂŒrmischen Nordwest- bis Nordwind und kalte Temperaturen sorgt. In 2000 m erwarten wir am Montag daher rund -10 Grad. Die Schneefallgrenze reicht bis in die Tallagen und in den Nordstaugebieten (R1) kommt es zu unergiebigen SchneefĂ€llen. Insgesamt sind vorerst nicht mehr als maximal 10 cm Neuschnee zu erwarten. In der FrĂŒh lassen die SchneefĂ€lle nach und die Bewölkung lockert ein wenig auf. In den sĂŒdlichen Gebirgsgruppen ist nach wie vor kein Neuschnee zu erwarten und das Wetter ist generell freundlicher als im Norden der Steiermark.

TENDENZ:
Am Mittwoch erreicht uns aus Norden eine weitere Front mit stĂŒrmischem Wind und beachtlichen Neuschneemengen in den Nordstaugebieten. Die Lawinengefahr wird deutlich ansteigen.

Der nÀchste Prognosebricht wird morgen bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Gobiet

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt fĂŒr Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice fĂŒr die Steiermark
8053 Graz, Klusemannstraße 21
Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
www.zamg.ac.at

Livebericht vom Einsatzort

Lawinenlagebericht fĂŒr die Steiermark vom 2017-01-01, 16:41 Uhr
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 1-2 2000
Nordalpen Mitte: 1-2 2000
Nordalpen Ost: 1-2 2000
Niedere Tauern Nord: 1-2 2000
Niedere Tauern SĂŒd: 1
Gurktaler u. Seetaler Alpen:
Randgebirge West:
Randgebirge Ost: 1

Problem1: Altschnee,

SCHLAGZEILE:
Schwachschichten im Altschnee sorgen fĂŒr mĂ€ĂŸige Lawinengefahr in steilen schattigen HĂ€ngen!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In den gesamten Nordalpen und den nördlichen Niederen Tauern herrscht in den Hochlagen mĂ€ĂŸige Lawinengefahr. In den ĂŒbrigen Regionen herrscht entweder geringe Lawinengefahr, oder es wird aufgrund von Schneemangel noch keine Gefahrenstufe ausgegeben. Die Gefahrenstellen finden sich insbesondere in extrem steilen nördlich exponierten GelĂ€ndeformen wie Rinnen und Mulden, wo Schwimmschnee und kantige Kristalle das Schneedeckenfundament schwĂ€chen. Diese Schwachschichten im Altschnee sind Ă€ußerlich auch von erfahrenen Tourengehern nicht zu erkennen! In höheren Lagen und insbesondere an den ÜbergĂ€ngen von wenig zu viel Schnee (z.B. Einfahrtsbereiche von Rinnen) können Schneebrettlawinen durchaus schon durch die geringe Zusatzbelastung eines einzelnen Tourengehers ausgelöst werden.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Nach wie vor ist der Großteil des Steirischen Berglandes durch den Wechsel zwischen abgeblasenen, teils vereiste Bereichen und mĂ€chtigen Schneeansammlungen in Hohlformen geprĂ€gt. In den schattseitigen hohen Lagen beginnt sich der Schnee an der OberflĂ€che bereits aufbauend umzuwandeln, d.h. es entsteht sehr lockerer, weicher Schnee, der in Zukunft, wenn eingeschneit, als Schwachschicht in Frage kommt. Bis ĂŒber 2000 m findet sich in der Schneedecke eine Harschkruste oder Eislamelle vom Regen letzten Sonntag. Darunter sind in nördlichen Expositionen weiche Schwachschichten aus kantigen Kristallen eingelagert. Je nach Festigkeit der Harschkruste und des darĂŒber liegenden Schneepaketes kann diese Schwachschicht mehr oder weniger leicht gestört werden und zu Schneebrettlawinen fĂŒhren.

WETTER:
Am Montag kĂŒndigen sinkende Temperaturen und zunehmender Westwind einen Wetterumschwung an. Der Vormittag verlĂ€uft noch durchwegs wolkenlos, am Nachmittag ziehen von Norden her die ersten Wolken einer Kaltfront auf und gegen Abend beginnt es zu schneien. Es werden allerdings vorerst noch keine grĂ¶ĂŸeren Neuschneemengen erwartet. Die Temperaturen sinken im Laufe des Tages rasch ab und erreichen bis zum Abend -9 Grad in 2000 m. Der Westwind nimmt gleichzeitig zu und wird insbesondere in den Nordalpen ab Mittag stĂŒrmisch.

TENDENZ:
Am Dienstag lassen die NiederschlĂ€ge nach und das Wetter wird teilweise sonnig. Der stĂŒrmische Wind aus Nordwest und die kalten Temperaturen bleiben uns allerdings erhalten. Je nach Neuschneemenge am Vortag nimmt die Lawinengefahr leicht zu.

Der nÀchste Prognosebricht wird morgen bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Gobiet

Email: lawine@lawine-steiermark.at

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