Lawinensymposium Graz 2017

Liebe Skitourenbegeisterte,
wir starten die Saison 2017-2018 mit einem internationalen Lawinensymposium in Graz.
Termin 07.10.2017
AK – Saal in Graz
Beginn 09.00 Uhr
Anmeldung und weitere Informationen unter
www.naturfreunde.at/events/angebot/internationales-lawinensymposium-2017/
fĂŒr weitere Fragen stehen wir gerne zur VerfĂŒgung!
Lg Arno Studeregger
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Mag. Dr. Arnold Studeregger Renner Kundenservice Steiermark Service Zentralanstalt fĂŒr Meteorologie und Geodynamik 8053 Graz, Klusemannstraße 21, Österreich Tel.: +43 (0)316 / 242 200 / 3312 Fax: +43 (0)316 / 242 300 E-Mail: arnold.studeregger@zamg.ac.at<mailto:arnold.studeregger@zamg.ac.at> Homepage: www.zamg.ac.at
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gerichtlich beeideter SV Lawinenhandy: +43 664 8105928
LWD Stmk: www.lawine-steiermark.at LWD NÖ: www.lawinenwarndienst-niederoesterreich.at ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

02.09.2017 / Bergung Gjaidstein

Am 2.September gerieten zwei Wanderinnen aus Deutschland am Gjaidstein in Bergnot. Die beiden Wanderinnen kamen vom Weg Richtung Wiesberghaus ab und gingen Richtung hoher Gjaidstein. Der Einbruch der Dunkelheit und einsetzender Schneefall wurde ihnen zum VerhÀngnis, woraufhin das Wandererduo einen Notruf absetzte. Nach einer Rettungsaktion unter winterlichen VerhÀltnissen konnten beide unverletzt geborgen werden.

Die beiden Wanderinnen aus Deutschland wollten mit ihren Hunden einen sogenannten Dogtrail, ausgehend vom Wiesberghaus ĂŒber die SimonyhĂŒtte und wieder retour, unternehmen. Beim RĂŒckweg von der SimonyhĂŒtte ĂŒbersahen sie eine Abzweigung und gingen Richtung Gjaidstein. Aufgrund der einbrechenden Dunkelheit und des einsetzenden Schneefalls, konnten sie sich nicht mehr orientieren und setzten einen Notruf ab.

Die Alarmierung  unserer EinsatzkrĂ€fte erfolgte gegen 19:30 Uhr. Mit insgesamt 11 Mann rĂŒckte unsere Rettungsmannschaft aus, um die in Not geratenen Wanderinnen ausfindig zu machen und zu bergen. Die Position der Wanderinnen war ungefĂ€hr bekannt und unsere Einsatzmannschaft begab sich Richtung Taubenkogel auf die Suche nach ihnen. Der Aufstieg erfolgte unter tief winterlichen VerhĂ€ltnissen und starkem Schneefall ĂŒber den Gjaidstein. Nach Überquerung des Hohen Gjaidsteins, konnten die beiden Wanderinnen ca. 200 Meter unterhalb des Gipfels, Richtung Taubenkogel ausfindig gemacht werden. UngefĂ€hr zur gleichen Zeit, trafen der HĂŒttenwirt der SimonyhĂŒtte und ein BergfĂŒhrer bei uns und den Wanderinnen ein. Sie machten sich, ausgehend von der SimonyhĂŒtte auf, um nach den beiden Wanderinnen zu suchen. Gemeinsam mit ihnen traten wir den RĂŒckzug, Richtung Dachsteingondel-Bergstation an. GlĂŒcklicherweise konnten beide Wanderinnen noch selbstĂ€ndig den Abstieg durchfĂŒhren und wurden in Seilschaften ĂŒber die teils schwierigen VerhĂ€ltnisse zur Dachsteingondel-Bergstation gebracht.

Um ca. 1:15 waren wir mit den beiden unverletzten, jedoch etwas unterkĂŒhlten Wanderinnen,  wieder ins Tal zurĂŒckgekehrt. Einen Nacht im Freien unter solch widrigen Bedingungen, hĂ€tte durchaus schwerwiegendere Folgen haben können.

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Bilder: Hans Prugger, Hannes Uttinger