10.09.2020 / Einsatz Klettersteig „Hias“ Silberkarklamm

Am 10.09.2020 kamen zwei Alpinisten am Klettersteig „Hias“ in der Silberkarklamm in eine alpine Notlage. Die beiden Bergsteiger konnten rasch und unverletzt von uns geborgen werden.  

Die beiden Alpinisten befanden sich ca. in der Mitte des Klettersteigs, jedoch bekam einer von ihnen starke Krämpfe in den Armen und konnte nicht mehr weiterklettern. In weiterer Folge wurde unsere Rettungskräfte alarmiert um die Bergung der Alpinisten aus ihrer Notlage durchzuführen. 4 Bergrettungsmänner unseres Teams stiegen zu ihnen auf und konnten sie rasch und unverletzt auf den Weg der Silberkarklamm abseilen.

Neuer Stützpunkt und Einsatzzentrale für Bergrettung Ramsau am Dachstein

In den letzten Jahren gab es viele Gespräche und Überlegungen über einen neuen Stützpunkt bzw. einer neuen Einsatzzentrale. Zu Sommerbeginn dieses Jahres ergab sich völlig unverhofft die Möglichkeit ein frei werdendes Geschäftslokal im Bereich WM Stadion genau für diesen Zweck zu mieten. Nach gründlicher Überlegung und Gesprächen mit dem vorherigen Geschäftsbetreiber Intersport Bachler, sowie den Gebäudeeigentümern und Gemeinde, konnten wir schlussendlich nach nur kurzer Zeit im Juli 2020 von unserem alten und gut gedienten, aber nicht mehr ganz zeitgemäßen Vereinsheim in die neue Einsatzzentrale übersiedeln. Das Gebäude in dem sich die neue Einsatzzentrale befindet, gehört den Ramsauer Verkehrsbetrieben und Tourismusverband und wurde vorläufig von uns angemietet.

Für unsere Einsatzorganisation brachte dies viele Erleichterungen. Abgesehen davon, dass unser bisheriger Stützpunkt nur ca. 20 m² inkl. Garage hatte und das Platzangebot der neuen Einsatzzentrale mit ca. 80 m² viel größer wurde, haben sich noch weitere zusätzliche Vorteile zur effizienten Abwicklung unserer Einsätze ergeben. Eine übersichtlichere Platzierung unserer technischen Gerätschaften und Erste Hilfe Materialien, sowie die Installation modernster Informationstechnik, erleichtert die Abwicklung für jegliche Art von Einsätzen enorm.

Des Weiteren ist die Zusammenarbeit mit diversen Hubschrauberorganisationen, wie  Notarzthubschrauber, Polizei und Bundesheer, aus dem alltäglichen Rettungswesen nicht mehr wegzudenken. Mit dem Stadion als direkten Landeplatz neben unserer neuen Zentrale, können die Rettungsmannschaften sowie das Equipment direkt aufgenommen werden und der Transport zum Landeplatz fällt weg. Dies bringt wertvolle Minuten, wenn es um eine rasche Bergung in einer lebensbedrohlichen Situation geht. Aber auch speziell bei Nachteinsätzen mit Hubschrauberorganisation eignet sich das Stadion besonders, da es hindernisfrei ist und genügend Platz für mehrere Hubschrauber bietet. Dies haben wir bereits bei einem unserer letzten Nachteinsätze und der Bergung eines verletzten Bergsteigers vom Bereich Eiskar, in Zusammenarbeit mit dem Öamtc NAH C14 und dem Bundesheer in der Abwicklung gesehen.

Die neue Einsatzzentrale ermöglicht es uns auch, Patienten nach der Bergung zu versorgen bzw. zu untersuchen bis der Weitertransport in ein Krankenhaus erfolgt. Zusätzlich haben wir jetzt auch die Möglichkeit Einsatznachbesprechungen direkt nach dem Einsatz abzuhalten und Verbesserungen für neue Einsätze zu erarbeiten.

Mit diesem neuem Stützpunkt blicken wir auch bei steigenden Einsatzzahlen zuversichtlich in die Zukunft, und sind überzeugt professionelle und rasche Hilfe bei Bergunfällen, für die Bevölkerung sowie unsere Gäste, gewährleisten zu können.

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26.08.2020 / Sucheinsatz Bereich Roseggersteig

Am Abend vom 26.08.2020 kam es zu einem weiteren Einsatz, nachdem ein 12jähriger Junge nicht am vereinbarten Treffpunkt ankam. 

Der 12jährige Sohn war mit seinen Eltern am Roseggersteig, Richtung Ramsau unterwegs. Er vereinbarte mit seinen Eltern, dass sie sich am Parkplatz vom “ GH Edelbrunn“ treffen und er vorauslaufen möchte. Als der Junge jedoch nicht am vereinbarten Treffpunkt war und es bereits dunkel wurde, alarmierten die Eltern unsere Einsatzkräfte. An der Suchaktion waren 29 Mann von unserem Bergrettungsteam beteiligt und der Junge konnte glücklicherweise bereits nach kurzer Zeit bei einem Bauernhof unversehrt aufgefunden werden.

26.08.2020 Spaltenbergung Dachstein Nordseite

Am 26.08.2020 stürzte ein 64jähriger Alpinist in eine Spalte auf der Nordseite vom Dachstein und musste terrestrisch geborgen werden. 

Die verunglückte Alpinist konnte aufgrund des starken Windes nicht direkt mit dem Notarzthubschrauber des Öamtc geborgen werden. Er musste terrestrisch geborgen werden und wurde im Anschluss zum Notarzt Hubschrauber mittels Trage abtransportiert. Wir bedanken uns für die hervorragende Zusammenarbeit bei der Crew des NAH Öamtc Christophorus 14, sowie bei den Kameraden der Bergrettungsortsstellen, Haus, Gröbming und Hallstadt, welche zufällig Vorort waren und uns bei der Bergung unterstützen.

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Bilder: Bergrettung Ramsau

25.08.2020 / Einsatz Scheichenspitz

Am 25.08.2020 stürzte ein 51jähriger Alpinist zwischen Scheichenspitz und Hohe Rams ab und zog sich dabei Verletzungen unbestimmten Grades zu. In Zusammenarbeit mit dem Notarzthubschraubers des Öamtc sowie einem Hubschrauber des österreichischen Bundesheeres, konnte der Mann mittels Windenbergung geborgen werden. 

Der Alpinist war am „Ramsauer Klettersteig“ unterwegs und das Unglück ereignete sich zwischen Scheichenspitz und Hohe Rams. Aus bisher ungeklärten Gründen, stürzte er im steilen Gelände Richtung Eiskar ab und zog sich dabei Verletzungen zu. Nachdem zuvor eine Ortung des Verunglückten aussichtslos schien, wurde auch ein Hubschrauber des österreichischen Bundesheeres angefordert um in weiterer Folge unsere Mannschaften per Hubschrauber in die Nähe der vermuteten Unglücksstelle zu bringen und die Suche dort zufuß fortzusetzen. Als sich der NAH des Öamtc auf den Rückweg Richtung Tal machte und die Dämmerung bereits einsetzte, konnte man die Lichtsignale vom Verunglückten ausfindig machen. Der Einsatzleiter unserer Ortsstelle wurde am Grat abgesetzt und konnte bis zum Verunglückten klettern wo er mit der Erstversorgung des Verletzten begann. Der Hubschrauber des Bundesheeres befand sich bereits im Anflug und übernahm die Bergung mittels Winde. Nach zwei Stunden konnte der Alpinist an den Rettungswagen übergeben werden und wurde in das Krankenhaus Schladming gebracht. An der Rettungsaktion waren 17 Bergrettungsmänner unseres Teams, sowie die Crew des NAH Öamtc und des Bundesheerhubschraubers beteiligt. Ein großer Dank gilt den Hubschrauberorganisationen für die perfekte Zusammenarbeit.

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08.03.2020 / Lawinenabgang Dachstein

Am 08.03.2020 ging eine Lawine auf der Nordseite vom Dachstein ab. Fünf Alpinisten die am Weg zum Gipfel waren und vermutlich die Lawine auslösten wurden verschüttet und für sie kam jede Hilfe zu spät.

Um 9:25 Uhr erfolgte die Alarmierung unserer Einsatzkräfte. „Lawinenabgang Dachstein Nordseite, Personen verschüttet“ Der Wirt der Seethaler Hütte, selbst Mitglied unserer Bergrettung, bemerkte den Lawinenabgang und alarmierte sofort die Rettungskräfte. Danach startete er sofort mit weiteren Alpinisten, welche sich zu dem Zeitpunkt Vorort befanden, mit der Suche mittels Lawinenverschüttetensuchgeräten. Leider blieb die Suche mit dem LVS erfolglos. Parallel dazu wurde bereits die Rettungskette im Hintergrund gestartet. Der Einsatz wurde auf einen Gebietsalarm ausgeweitet und mit 32 Mann unserer Ortsstelle sowie weiteren 53 Mann von den Nachbarortsstellen waren 85 Mann der steirischen Bergrettung im Einsatz und weitere 25 Mann in Bereitschaft. In Oberösterreich wurden die Bergrettung Hallstatt und Obertraun alarmiert. Die Einsatzkräfte wurden mit insgesamt 7 Hubschraubern von Ramsau und Hallstatt zum Unglücksort geflogen.

Mit mehr als 100 Einsatzkräften und Lawinenhunden wurde der Lawinenkegel  abgesucht und sondiert. Um ca. 11:00 Uhr konnte die letzte Person gefunden und ausgegraben werden. Leider kam für alle fünf Alpinisten jede Hilfe  zu spät und sie konnten nur mehr tot geborgen werden.

Unser aufrichtiges Beileid gilt den Angehörigen und Hinterbliebenen.

Bilder und Videos Bergrettung Ramsau

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09.07.2019 / Einsatz Johann Klettersteig

Einsatz Klettersteig Johann – keine HS-Bergung möglich, TP sofort Vereinsheim – so lautete die Einsatz-SMS um 10:45 für die Bergrettung Ramsau.  

Kurz nach der Alarmierung begaben wir uns zum Zwischenlandeplatz, Hotel Dachstein, wo bereits der Notarzthubschrauber C14 auf unsere Manschaft gewartet hat. Eine Bergung mittels Hubschrauber war aufgrund der widrigen Wetterbedingungen zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Somit bedeutete dies, eine Terrestrische Bergung für unsere Manschaft vorzubereiten.

Zu Beginn, war der Mannschaft noch nicht bekannt um wie viele verletzten Personen bzw. ob es sich überhaupt um verletzte Personen handelte. Kurz darauf bekamen wir die Info das es sich um ein Paar, welche beide schwer verletzt sind, handelt.

Somit war klar, dass sich die Mannschaft so schnell wie möglich zum Einsatzort begeben musste. Der Notarzthubschrauber flog immer 2 Leute unserer Mannschaft zur Südwandhütte. Weiter war es aufgrund des starken Nebels nicht möglich. Von dort stieg die Mannschaft knapp eine Stunde noch zu Fuß zum Unfallort weiter auf.

Die beiden verletzten Personen, befanden sich nach Eintreffen der Einsatzkräfte, in einem Schneemaul, welches sie nach Ihrem Sturz kurz nach dem Einstieg Johann, auffing. Die Frau des verletzten Bergsteigers führte bereits im Vorfeld eine Erstversorgung durch. Zeitgleich wurde die Nachbar-Ortsstelle Schladming mit einer weiteren Mannschaft und Trage alarmiert, da wir nicht sicher gehen konnten, ob eine Bergung mittels Hubschrauber durchgeführt werden konnte.

Nach gut einer Stunde am Einsatzort, ergaben sich kurze Sichtfenster durch die Nebeldecke, wodurch eine rasche Bergung mit einem 20 meter Tau, möglich wurde. Somit wurde zuerst die Frau ausgeflogen und der Mann noch weiter vom Notarzt versorgt.

Da sich die Nebeldecke immer wieder schloss, mussten die Einsatzkräfte warten, bis wieder ein Sichtfenster aufriss. Kurz bevor der Hubschrauber mit dem Verletzen Mann und Flugretter Richtung Tal abfliegen wollte, schloss sich das Sichtfenster und der Hubschrauber war gezwungen, in der Nebeldecke auf ein weiteres Sichtfenster zu warten, welches sich dann nach ca. 4 min ergab.

Unsere Rettungsmannschaft stieg bis unter die Nebeldecke ab und wurde dort vom Polizeihubschrauber ins Tal geflogen.

Wir wünschen den Verletzten, eine gute und baldige Besserung und möchten uns an dieser Stelle beim Team des Christophorus 14 und des Polizeihubschrauber herzlich, für diesen schwierigen Einsatz, Bedanken!

Bericht und Bilder: Christopher Perhab

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24.02.2019 / Einsätze

Am 24. Februar kam es gleich zu drei Einsätzen hintereinander. Nachdem ein Snowboarder  im Kammbereich zwischen Austriascharte und Hinterer Türlspitz geborgen wurde, folgte eine Alarmierung zu einem Lawineneinsatz, welcher sich glücklicherweise als Fehlalarm herausstellte. Als sich unsere Rettungskräfte bereits auf dem Heimweg befanden hieß es dann nochmals Einsatz! Eine gestürzte Langläuferin musste versorgt und zum Rettungswagen gebracht werden. 

Am Sonntag den 24. Februar kurz nach 12:30 Uhr erhielten wir die Alarmierung, dass ein Snowboarder nach der Austriascharte Richtung Schwadrinn gestürzt ist und sich in alpiner Notlage befindet. Kurze Zeit später fanden sich 11 Mann unseres Bergrettungsteams beim Treffpunkt im Tal ein. Drei Kameraden unserer Mannschaft wurden mit dem Rettungshubschrauber C99 vom Öamtc auf den Gletscher geflogen. Kurze Zeit später erreichten wir über die Austriascharte den unverletzten Snowboarder. Ein Polizist der Alpinpolizei Schladming (auch Mitglied der Bergrettung Ramsau) stieg ebenfalls auf und stoß ein paar Minuten später zu uns. Der in Not geratene Sportler, welcher beim Sturz sein Snowboard verloren hatte und auf einem Felsvorsprung Halt fand, konnte sicher geborgen und zur Bergstation der Dachsteingondel gebracht werden.

Kurz darauf erfolgte die nächste Alarmierung. Ein Gast alarmierte die Einsatzkräfte, da er vermutete eine Person gesehen zu haben, welche auf einem Lawinenkegel nach einem Verschütteten gräbt. Wieder wurden unsere Einsatzkräfte alarmiert und es rückten erneut 11 Mann unseres Teams zum Einsatz aus. Ebenfalls am Einsatzort waren die Rettungshubschrauber C14 und C99 des Öamtc. Glücklicherweise konnte nach genauerer Auskundschaftung des Lawinenkegels Entwarnung gegeben werden, da keine Person am Lawinenkegel ausfindig gemacht werden konnte und es sich um eine Lawine handelte, welche bereits am Vortag abgegangen ist.

Als unsere Rettungskräfte bereits am Heimweg waren, kam es erneut zu einem Einsatz. Eine deutsche Langläuferin kam auf der Loipe zu Sturz und zog sich dabei eine Verletzung am Rücken zu. In kürzester Zeit waren 4 Mann unseres Teams Vorort um die Sportlerin zu versorgen. Im Anschluss wurde sie zum Rettungswagen gebracht und vom selbigen zur weiteren Untersuchung in das LKH-Schladming überstellt.

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Bilder: Walter Stocker, Hannes Uttinger

15.01.2019 / Einsatz Lawinenabgang Eiskar

Am 15. Jänner löste sich gegen ein Uhr früh eine riesige Staublawine im Eiskar und kam bis in das Ortszentrum von Ramsau. Auf  ihrem Weg durchschlug die Lawine auf der Nordseite des Kirchenwirtes die Fenster und fegte durch den Speisesaal. Wie durch eine Wunder wurde bei dem Lawinenabgang kein Mensch verletzt. 

Lawinenabgang (01:19)in Ramsau-Ort, Hotel Kirchenwirt (PEHAB) TP: Sofort! So lautete die Einsatz-SMS um 1:19! Die Lawine welche sich im Eiskar löste, durchschlug auf ihrem Weg ins Tal die nord-seitigen Fenster des Speisesaals vom Kirchenwirt und fegte durch den Speisesaal bevor sie auf der Südseite wieder austrat und noch weiter bis zur Straße floss. Die Druckwelle war so groß, dass sie dabei noch einen Autobus sowie drei Auto mit riss.

Mit 15 Mitgliederen unseres Rettungsteams, sowie zahlreichen anderen Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr wurde das Hotel auf Verletzte durchsucht und im Anschluss evakuiert. Wie durch ein Wunder kam kein Mensch zu Schaden oder wurde vermisst.

Am Tag unterstützten wir die Feuerwehr mit Sicherungsarbeiten beim Abschaufeln der Dächer in der gesamten Ramsau. In Summe waren wir mit ca. 20 Mann unseres Teams im Einsatz.

Vielen Dank an alle Feuerwehren, Bundesheerleute, Polizisten, Rettungskräfte, Gemeinde und noch vielen weiteren Helfern für die großartige Unterstützung und gute Zusammenarbeit! 

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Video/Bilder: Johann Knaus, Christopher Perhab, Wilfred Schrempf, Hannes Uttinger

16.11.2018 / Einsatz Edelgrießhöhe

 Am 16. November stürzte eine 24- jährige Frau aus Aigen, beim Abstieg von der Edelgrießhöhe rund 50 Meter auf einem Schneefeld ab. Eine Bergung mit dem Rettungshubschrauber war aufgrund der Dunkelheit nicht möglich. Nach einer Erstversorgung durch unserer Einsatzkräfte, konnte die verletzte Bergsteigerin schlussendlich vom Hubschrauber der Bundesheeres  aus Aigen geborgen und ins Tal gebracht werden. 

Die junge Frau und ihr Begleiter waren am Rückweg vom Ramsauer Klettersteig. Gegen 17:30 Uhr erreichten sie die Edelgrießhöhe. Beim Abstieg von der Edelgrießhöhe ereignete sich dann das Unglück. Als sie eine gefrorene Schneerinne queren wollten, rutschte die junge Frau ca. 50 Meter über das Schneefeld ab. Zum Glück stoppte ein schneefreier Felskopf sie ab – und verhinderte so einen Absturz über eine rund 50 Meter hohe Felswand.

Dabei zog sich die 24-Jährige Verletzungen unbestimmten Grades zu. Der Begleiter setzte darauf sofort einen Notruf ab. Wegen der Dunkelheit war eine Direktbergung mit einem Hubschrauber nicht mehr möglich woraufhin unsere Einsatzkräfte alarmiert wurden.

Gegen ca. 18:15 Uhr rückten wir mit 13 Mann aus um die verletzte Frau zu bergen. Die Besatzung des Rettungshubschraubers Christophorus 14 flog unsere Mannschaft zur Edelgrießhöhe. Von dort stiegen unsere Einsatzkräfte zur Verletzten ab und führten die Erstversorgung durch. Dafür war es notwendig Fixseile zu befestigen um sicher zur Verletzten zu kommen. Da eine Bergung aufgrund des Geländes nicht zielführend schien, wurde ein für eine Nachtbergung geeigneter Hubschrauber des Bundesheeres aus Aigen angefordert.

Gegen 21 Uhr wurde die 24-Jährige mittels Seilbergung von der Besatzung des Aigen im Ennstal stationierten Alouette aufgenommen, ins Tal geflogen und an die Besatzung des Rettungshubschraubers C 14 übergeben. Anschließend wurde die Frau von einem Notarzt versorgt und in das Krankenhaus Schladming geflogen.

Schlussendlich wurden auch noch der Begleiter der Verletzten und unsere Einsatzkräfte vom Hubschrauber des Bundesheeres ins Tal geflogen.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Crew des Rettungshubschrauber C-14 vom ÖAMTC sowie der Crew der Alouette des Bundesheeres aus Eigen, ohne deren Hilfe unserer Einsatz wohl noch einige Stunden mehr in Anspruch genommen hätte.

Bergrettungseinsatz in Ramsau am Dachstein...

Bergrettungseinsatz in Ramsau am Dachstein...

Bergrettungseinsatz in Ramsau am Dachstein…

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Bilder: René Eduard Perhab, Christopher Perhab, Video: Franz Eisl