Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht fĂŒr die Steiermark fĂŒr Montag, den 11.03.2019
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 2
Nordalpen Mitte: 2
Nordalpen Ost: 2
Niedere Tauern Nord: 2
Niedere Tauern SĂŒd: 2
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 2
Randgebirge West: 1
Randgebirge Ost: 1

Problem1: Triebschnee, Höhere Lagen
Problem2: Gleitschnee, GanztÀgig

SCHLAGZEILE:
Der zunehmende Triebschnee stellt das Hauptproblem dar, meist mĂ€ĂŸige Lawinengefahr.

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Von den Nordalpen ĂŒber die Niederen Tauern bis hin zu den Gurk- und Seetaler Alpen herrscht mĂ€ĂŸige Lawinengefahr, ansonsten wird sie mit gering bewertet. Mit dem bevorstehenden Wetterumschwung Ă€ndert sich auch die Lawinensituation: WĂ€hrend die Nassschneeproblematik abnimmt, sollte vor allem der frische Triebschnee in den Hochlagen beachtet werden. Er ist vorwiegend in Einfahrtsbereichen zu Rinnen und Mulden sowie hinter GelĂ€ndeĂŒbergĂ€ngen der Nord- und Ostsektoren störanfĂ€llig. Anzahl und Umfang der Gefahrenstellen nehmen mit der Höhe und im Tagesverlauf weiter zu, zum Teil kann eine Schneebrettauslösung bereits durch die geringe Zusatzbelastung eines einzelnen Tourengehers erfolgen. DarĂŒber hinaus bleibt auch die Möglichkeit von Gleitschneelawinen bestehen. Sie können vereinzelt grĂ¶ĂŸere Ausmaße erreichen und somit sowohl Skitourrouten als auch exponierte Wege betreffen. Mitunter erschweren Sichtbehinderungen das Erkennen der Gefahrenstellen im GelĂ€nde.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Der Schneedeckenaufbau gestaltet sich je nach Höhenlage oder Region derzeit recht variabel. Durch die rĂŒcklĂ€ufigen Temperaturen fallen die prognostizierten NiederschlĂ€ge immer tiefer herunter in Form von Schnee. Durch den stĂŒrmischen Wind entstehen vor allem in den Hochlagen frische und aufgrund der KĂ€lte auch spröde Triebschneeablagerungen, die mit dem Fortschreiten der NiederschlĂ€ge und dem Andauern der Windeinwirkung mĂ€chtiger werden. Überlagert ist in den schneereichen Regionen nach wie vor die GleitschneeaktivitĂ€t auf steilen Wald- und WiesenhĂ€ngen. In schneeĂ€rmeren Gebieten schwĂ€cht hingegen Schwimmschnee die Schneedeckenbasis.

WETTER:
In der Nacht auf Montag sind vor allem in den Nordstaulagen bei sinkender Schneefallgrenze NiederschlĂ€ge möglich. Nach einem kurzzeitig wolkenarmen Morgen ziehen am Montagvormittag aus dem Nordwesten rasch dichte Wolken auf und in der Folge ist immer wieder mit SchneefĂ€llen zu rechnen. Wenn auch nicht gĂ€nzlich niederschlagsfrei, sind die sĂŒdlichen Gebirgsgruppen doch etwas begĂŒnstigt. Es wird deutlich kĂ€lter als zuletzt, die Mittagtemperaturen liegen in 2000m von Nord nach SĂŒd bei -10 bis -6 Grad. Zudem verschĂ€rft stĂŒrmischer Wind aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen das KĂ€lteempfinden.

TENDENZ:
In der Nacht auf den Dienstag können die SchneefĂ€lle in den Nordstaulagen ergiebiger ausfallen, sie lassen am Dienstagvormittag jedoch nach und klingen bis etwa Mittag gĂ€nzlich ab. In der Folge lockern die zunĂ€chst dichten Wolken auf, sodass die Sonne zum Vorschein kommt. Der stĂŒrmische Nordwestwind dreht im Laufe des Tages auf West und lĂ€sst dabei nach. Die Temperaturen bleiben mit -8 bis -10 Grad in 2000m auf winterlichem Niveau. Durch kalten Neuschnee bei Windeinfluss kommt es zur Bildung von frischem Triebschnee und somit zu einem Anstieg der Schneebrettgefahr.

Der nÀchste Lagebericht wird Montag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Riegler

Email: lawine@lawine-steiermark.at

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