Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht fĂŒr die Steiermark fĂŒr Mittwoch, den 13.03.2019
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 2-3 Waldgrenze
Nordalpen Mitte: 2-3 Waldgrenze
Nordalpen Ost: 2-3 Waldgrenze
Niedere Tauern Nord: 2-3 Waldgrenze
Niedere Tauern SĂŒd: 2
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1-2 2000m
Randgebirge West: 1
Randgebirge Ost: 1

Problem1: Triebschnee, Höhere Lagen
Problem2: Gleitschnee,

SCHLAGZEILE:
In den Hochlagen erhebliche Lawinengefahr durch frischen Triebschnee! Nach wie vor sind Gleitschneelawinen zu erwarten.

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In den Nordalpen und den nördlichen Niederen Tauern herrscht wegen des frischen Triebschnees oberhalb der Waldgrenze erhebliche Lawinengefahr! In den ĂŒbrigen Regionen herrscht mĂ€ĂŸige oder geringe Lawinengefahr. Insbesondere ost- und sĂŒdseitig haben sich hinter GelĂ€ndekanten und in den Einfahrten zu Rinnen und Mulden frische Triebschneeansammlungen gebildet, die teilweise schon durch geringe Zusatzbelastung als Schneebrettlawinen ausgelöst werden können. Der Triebschnee ist vielerorts von lockerem Neuschnee ĂŒberdeckt und daher schwer erkennbar. DarĂŒber hinaus ist in den schneereichen Gebieten sonnseitig in allen Höhenlagen nach wie vor mit Gleitschneelawinen zu rechnen. Sie können vereinzelt grĂ¶ĂŸere Ausmaße erreichen und sowohl Skitourenrouten als auch exponierte Wege erreichen.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
In den Nordalpen und den Niederen Tauern sind am Dienstag etwa 30 cm Neuschnee gefallen, die durch teilweise stĂŒrmischen Nordwestwind verfrachtet wurden. Der Triebschnee liegt meist auf einer dĂŒnnen Harschkruste. Zu Ende des Schneeereignisses hat der Wind nachgelassen, wodurch der Triebschnee vielerorts von lockerem Neuschnee ĂŒberdeckt wurde. Sowohl im Übergang zum Altschnee als auch innerhalb der frischen Triebschneeauflage können Schwachschichten existieren. Darunter ist die Schneedecke meist stabil. In den schneereichen Regionen existiert sonnseitig in allen Höhenlagen eine feuchte Grundschicht, die Schneegleiten auf glattem Untergrund fördert. Oberhalb von 2000m schwĂ€cht in schneeĂ€rmeren Gebieten schattseitig Schwimmschnee die Schneedeckenbasis.

WETTER:
Am Mittwoch ĂŒberquert die nĂ€chste, allerdings schwache Störung die Steiermark. Im Bergland ĂŒberwiegen die Wolken und es kann im gesamten steirischen Bergland immer wieder unergiebig schneien. Auch die Sicht kann immer wieder eingeschrĂ€nkt sein. In 2000m sinken die Temperaturen von etwa 0 Grad in der FrĂŒh auf -7 Grad am Nachmittag. Der Wind weht lebhaft, in den nördlichen Landesteilen auch stark aus West.

TENDENZ:
Ab Donnerstag ist insbesondere in den Nordstaugen wieder mit Neuschnee zu rechnen. Die Lawinengefahr durch Triebschnee bleibt bestehen.

Der nÀchste Lagebericht wird Mittwoch bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Gobiet

Email: lawine@lawine-steiermark.at

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