Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht f√ľr die Steiermark f√ľr Mittwoch, den 26.12.2018
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 2-3 Waldgrenze
Nordalpen Mitte: 2-3 Waldgrenze
Nordalpen Ost: 2-3 1500m
Niedere Tauern Nord: 2-3 Waldgrenze
Niedere Tauern S√ľd: 2-3 Waldgrenze
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge West: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge Ost: 2

Problem1: Triebschnee, Ganztägig
Problem2: Gleitschnee, Ganztägig

SCHLAGZEILE:
Trotz Wetterbesserung erhebliche Schneebrettgefahr durch störanfälligen Triebschnee!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Die Lawinengefahr wird in den Nordalpen und in den Niederen Tauern in h√∂heren Lage mir erheblich, in den restlichen Regionen mit m√§√üig bis gering bewertet. Die Gefahr geht weiterhin von frischem Triebschnee aus, der sich durch den st√ľrmischen Nordwestwind bilden konnte. Triebschneebereiche existieren in eingewehten Rinnen und Mulden sowie in kammnahen und stellenweise ?fernen Bereichen (lichter Wald). Eine Schneebrettlawine kann durch die geringe Zusatzbelastung eines Schifahrers ausgel√∂st werden. Der Umfang der Gefahrenstellen nimmt mit der H√∂hen in allen Expositionen zu. Mit der Erw√§rmung und der Einstrahlung beginnt sich die Schneedecke im Tagesverlauf zu setzten, trotzdem erfordern Unternehmungen abseits gesicherter Pisten Umsicht und Erfahrung. Entstandene Wechten sind instabil und k√∂nnen brechen. Zudem kann sich die frische Schneeauflage aus dem Steilgel√§nde als Lockerschneelawine oder trockenes Schneebrett von selbst l√∂sen. In mittleren Lagen besteht weiterhin die Gefahr von G leitschneeabg√§ngen, entstandene M√§uler sind oft √ľberdeckt und schlecht zu erkennen.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Das turbulente Wetter der vergangenen Tage spiegelt sich im Schneedeckenaufbau wider. Warm- und Kaltphasen mit teils starkem Niederschlag (bis eineinhalb Meter im Toten Gebirge)) f√ľhrt unter starkem Windeinfluss zu einer Abfolge von Harschkrusten und unterschiedlich stark gebundenem Triebschnee in verschiedenen H√§rtegraden. St√∂ranf√§llige Schwachschichten bestehen zurzeit somit innerhalb der Triebschneeauflage und im √úbergang zu den Krusten. Im Osten existiert eine oft beachtliche Schicht an Graupel in der Schneeauflage, die in weiterer Folge hinsichtlich potentieller Schwachschicht im Auge behalten werden muss, so wie die aufbauende Umwandlung (kantige Formen) im Bereich der Krusten. In mittleren und tiefen Lagen ist der Boden weiterhin noch warm und bildet eine Schmierschicht f√ľr Gleitschneerutsche.

WETTER:
Am Stefanitag herrscht in der gesamten Steiermark √ľberwiegend sonniges und niederschlasgfreies Bergwetter, stellenweise k√∂nnen ein paar Wolkenfelder durchziehen. W√§hrend sich in den westlichen Regionen der Nordwestwind weiter abschw√§cht, bleibt dieser im Osten weiterhin stark bis st√ľrmisch. Das Temperaturniveau steigt an, zu Mittag erreichen die Temperaturen in 1500m Werte um 0 Grad, in 2000m um -2 Grad.

TENDENZ:
Der Donnerstag gestaltet sich wechselhaft, niederschlagsfrei und mild. Zunehmende Setzung der Schneedecke, das Potential von Gleitschneelawinen bleibt bestehen.

Der nächste Lagebericht wird Mittwoch bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Gernot Zenkl

Email: lawine@lawine-steiermark.at

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