Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht fĂŒr die Steiermark fĂŒr Sonntag, den 20.01.2019
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 2-3 Waldgrenze
Nordalpen Mitte: 2-3 Waldgrenze
Nordalpen Ost: 2-3 Waldgrenze
Niedere Tauern Nord: 2-3 Waldgrenze
Niedere Tauern SĂŒd: 2-3 Waldgrenze
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 2-3 Waldgrenze
Randgebirge West: 2
Randgebirge Ost: 2-3 Waldgrenze

Problem1: Triebschnee, GanztÀgig
Problem2: Gleitschnee, GanztÀgig

SCHLAGZEILE:
StöranfĂ€lliger Triebschnee fĂŒhrt zu erheblicher Lawinengefahr. Weiterhin GleitschneeaktivitĂ€t beachten!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In der Steiermark ist die Lawinengefahr erheblich, unterhalb der Waldgrenze mĂ€ĂŸig. Derzeit gilt es ? je nach Region, Exposition und Höhenlage 3 Gefahrenmuster zu beachten:
1. In den schneereichen Gebirgsgruppen: Ă€ltere und frische, störanfĂ€llige Triebschneebereiche, die sich mit dem stĂŒrmischen Wind der letzten Tage bis in lichtere Waldbereiche ablagerten. Zeitweise bewirkte die Änderungen der Windrichtung frische Einfrachtungen. Die Gefahrenstellen existieren vornehmlich in nordwest- ĂŒber nord- bis sĂŒdostexponierten Rinnen und Mulden sowie hinter GelĂ€ndekanten und sind oft nur kleinrĂ€umig. Gefahrenzeichen sind WummgerĂ€usche und Rissbildungen in der Schneedecke.
2. In den deutlich scheeĂ€rmeren, sĂŒdlichen Gebirgsregionen: Altschneeprobleme vor allem in schattseitigen Hochlagen, fĂŒr die es keine Ă€ußeren Anzeichen gibt.
In beiden FÀllen ist die Auslösung einer Schneebrettlawine bereits durch die geringe Zusatzbelastung eines Tourengehers möglich.
3. Gleitschneelawinen vornehmlich in SĂŒdexpostionen, die in allen Höhenlagen aus steilen Hangbereichen jederzeit spontan abgehen können. Gefahrenzeichen sind geöffnete SchneemĂ€uler.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
An vielen Schattseiten ist die windbeeinflusste Schneedecke noch Ă€ußerst störanfĂ€llig, Schwachschichten innerhalb der Triebschneeauflage sind kĂ€ltebedingt konserviert und können leicht gestört werden. In den sĂŒdlichen Gebirgsgruppen schwĂ€chen zudem auch kantige Formen die Schneedecke und stellen eine schlechte Unterlage fĂŒr die gebundene Schneetafel darĂŒber dar. In windarmen Bereichen wurde OberflĂ€chenreif durch Trieb- und Neuschnee ĂŒberdeckt (sehr störanfĂ€llige Schwachschicht), zudem existiert hier lockerer Pulverschnee. In sonnseitigen Lagen besteht oberflĂ€chig ein unterschiedlich ausgeprĂ€gter Harschdeckel. Trotz AbkĂŒhlung existiert hier in allen Höhenlagen ein bodennaher Schmierfilm, der fĂŒr anhaltende GleitschneeaktivitĂ€t sorgt.

WETTER:
Am Sonntag stellt sich fĂŒr ein paar Stunden sonniges Wetter ein. Entlang des Randgebirges können Wolken oder Nebel zumindest bis Mittag zĂ€h sein. Mit schwachem Wind aus West bis Nordwest ziehen nur ab und zu ein paar Wolkenfelder durch. Erst am Nachmittag nĂ€hern sich im Westen wieder neue Wolken. Das Temperaturniveau bleibt winterlich: Die Mittagswerte liegen in 1.500m um -4 Grad, in 2.000m um -8 Grad.

TENDENZ:
Am Montag zeigt sich im Bergland vorwiegend die Sonne. Ein paar Wolkenfelder ziehen zwar durch, sie bringen aber keinen Niederschlag. Der Wind bleibt eher schwach bis mĂ€ĂŸig und kommt aus West bis Nordwest. Es wird eine Spur kĂ€lter. Die Schneebrettgefahr nimmt langsam ab, nicht aber die Gefahr von Gleitschneelawinen.

Der nÀchste Lagebericht wird Sonntag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Alexander Podesser

Email: lawine@lawine-steiermark.at

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