Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht fĂŒr die Steiermark fĂŒr Montag, den 21.01.2019
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Mitte: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Ost: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern Nord: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern SĂŒd: 1-2 Waldgrenze
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge West: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge Ost: 1-2 Waldgrenze

Problem1: Triebschnee, GanztÀgig
Problem2: Gleitschnee, GanztÀgig

SCHLAGZEILE:
Vor allem schattseitig noch störanfÀlliger Triebschnee. Weiterhin GleitschneeaktivitÀt beachten!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Die Schneedecke hat sich weiter stabilisiert, die Lawinengefahr ist auf mĂ€ĂŸig zurĂŒckgegangen. Derzeit gilt es, je nach Region, Exposition und Höhenlage 3 Gefahrenmuster zu beachten:
1. In den schneereichen Gebirgsgruppen der Nordalpen und Tauern: Àlterer, noch störanfÀlliger Triebschnee, der vorwiegend im schattseitigen, kammnahen GelÀnde liegt. Die Gefahrenstellen sind meist kleinrÀumig verteilt, Gefahrenzeichen können bspw. Rissbildungen der Schneedecke sein.
2. In den deutlich scheeĂ€rmeren, sĂŒdlichen Gebirgsregionen (TauernsĂŒdseite, Gurk- und Seetaler Alpen, Randgebirge): Altschneeprobleme ebenfalls vor allem in schattseitigen Hochlagen, fĂŒr die es keine Ă€ußeren Anzeichen gibt.
In beiden FĂ€llen ist die Auslösung einer Schneebrettlawine bei großer, eventuell auch schon bei geringer Zusatzbelastung eines Tourengehers möglich. Insbesondere an den ÜbergĂ€ngen von wenig zu viel Schnee kann eine vorhandene Schwachschicht besonders leicht gestört werden!
3. Gleitschneelawinen vornehmlich in SĂŒdexpostionen, die in allen Höhenlagen aus steilen Hangbereichen jederzeit spontan abgehen können. Gefahrenzeichen sind geöffnete SchneemĂ€uler.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Kamm- und Gipfelbereiche sowie Plateaus wurden abgeblasen oder sind mit teils bizarren Windharschformen ĂŒberdeckt. Sonnseitig hat sich die Schneedecke meist schon gesetzt, an einigen schattseitigen SteilhĂ€ngen ist die windbeeinflusste Schneedecke jedoch noch recht störanfĂ€llig, allerdings fehlen großflĂ€chige Schwachschichten. In den sĂŒdlichen Gebirgsgruppen schwĂ€chen zudem auch tieferliegende, kantige Formen die Schneedecke und stellen eine schlechte Unterlage fĂŒr die gebundene Schneetafel darĂŒber dar. Trotz der AbkĂŒhlung existiert in allen Höhenlagen ein bodennaher Schmierfilm, der fĂŒr anhaltende GleitschneeaktivitĂ€t sorgt. In tieferen, windgeschĂŒtzten Lagen ĂŒberwiegt lockerer Pulverschnee.

WETTER:
Am Montag zeigt sich im Bergland vorwiegend die Sonne. Ein paar Wolkenfelder ziehen zwar durch, sie bringen aber keinen Niederschlag. Entlang des Randgebirges hĂ€lt sich zumindest am Vormittag Hochnebel. Der Wind bleibt eher schwach bis mĂ€ĂŸig und kommt aus West bis Nordwest. Es wird eine Spur kĂ€lter, die Mittagswerte liegen in 1.500m um -6 Grad, in 2.000m um -10 Grad.

TENDENZ:
Mit sĂŒdlichem Wind strahlt auch am Dienstag die Sonne von einem wolkenarmen Himmel. Die Luft ist in den Hochlagen sehr trocken, die Fernsicht ausgesprochen gut. Die Temperaturen bleiben unverĂ€ndert. Die Schneebrettgefahr bleibt zumindest noch schattseitig ein Thema, da durch das tiefe Temperaturniveau vorhandene Schwachschichten konserviert werden. Die Gefahr von Gleitschneelawinen bleibt unverĂ€ndert.

Der nÀchste Lagebericht wird Montag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Alexander Podesser

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt fĂŒr Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice fĂŒr die Steiermark
8053 Graz, Klusemannstraße 21
Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
www.zamg.ac.at