Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht fĂŒr die Steiermark fĂŒr Donnerstag, den 24.01.2019
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Mitte: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Ost: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern Nord: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern SĂŒd: 1-2 Waldgrenze
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge West: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge Ost: 1-2 Waldgrenze

Problem1: Gleitschnee, GanztÀgig
Problem2: Triebschnee, GanztÀgig

SCHLAGZEILE:
UnverÀnderte verbreitete GleitschneeaktivitÀt und schattseitig störanfÀlliger Triebschnee!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Die Lawinengefahr ist unterhalb der Waldgrenze meist gering, sonst mĂ€ĂŸig. Derzeit gilt es – je nach Region, Exposition und Höhenlage 3 Gefahrenmuster zu beachten:
1. Gleitschneelawinen können jederzeit spontan in allen Höhenlagen aus steilen Hangbereichen abgehen. Dabei können auch exponierte Straßen und Hofzufahrten betroffen sein! Gefahrenzeichen sind geöffnete SchneemĂ€uler.
2. In den schneereichen Gebirgsgruppen der Nordalpen und Tauern liegt Àlterer, noch störanfÀlliger Triebschnee, vorwiegend im schattseitigen, kammnahen GelÀnde.
3. An der TauernsĂŒdseite und in den Gurk- und Seetaler Alpen haben sich mit dem stĂŒrmischen SĂŒdwind neue, noch gering mĂ€chtige Einwehungen gebildet. Die Gefahrenstellen sind meist kleinrĂ€umig verteilt, Gefahrenzeichen sind bspw. Rissbildungen der Schneedecke. Hier existiert vor allem in schattseitigen Hochlagen zusĂ€tzlich noch ein Altschneeproblem, fĂŒr das es keine Ă€ußeren Anzeichen gibt. In beiden FĂ€llen ist die Auslösung einer Schneebrettlawine bei großer, eventuell auch schon bei geringer Zusatzbelastung eines Tourengehers möglich. Insbesondere an den ÜbergĂ€ngen von wenig zu viel Schnee kann eine vorhandene Schwachschicht besonders leicht gestört werden!

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Kamm- und Gipfelbereiche sowie Plateaus sind oft abgeblasen oder mit teils bizarren Windharschformen ĂŒberdeckt. Sonnseitig hat sich die Schneedecke meist schon gesetzt, an der OberflĂ€che hat sich ein dĂŒnner Schmelzharschdeckel gebildet. Schattseitig ist die SchneeoberflĂ€che oft von Reif ĂŒberdeckt. Darauf liegen je nach Windeinfluss bis zu 20cm Neuschnee oder störanfĂ€lliger Triebschnee. An einigen schattseitigen SteilhĂ€ngen ist die windbeeinflusste Schneedecke auch noch recht störanfĂ€llig, allerdings fehlen großflĂ€chige Schwachschichten. In den sĂŒdlichen Gebirgsgruppen schwĂ€chen zudem auch tieferliegende, kantige Formen die Schneedecke und stellen eine schlechte Unterlage fĂŒr die gebundene Schneetafel darĂŒber dar. Trotz der AbkĂŒhlung existiert in allen Höhenlagen ein bodennaher Schmierfilm, der nach wie vor fĂŒr anhaltende GleitschneeaktivitĂ€t sorgt. In tieferen, windgeschĂŒtzten Lagen ĂŒberwiegt lockerer Pulverschnee.

WETTER:
Am Donnerstag bleibt es stark bewölkt, besonders entlang des Randgebirges bis zum Wechsel kann es auch ein wenig schneien. Es weht schwacher bis mĂ€ĂŸiger Wind aus Ost bis Nord. Die Temperaturen liegen auf 2.000m Seehöhe bei -13 Grad und in 1.500m bei -10 Grad.

TENDENZ:
An der Alpennordseite schneit es zeitweise leicht und es weht teils stĂŒrmischer, eisiger Nordwestwind. Die Sonne zeigt sich zwischendurch an der AlpensĂŒdseite. Dort ist auch kaum mit Schneefall zu rechnen. Es bleibt unverĂ€ndert kalt und auch an der Lawinengefahr Ă€ndert sich wenig.

Der nÀchste Lagebericht wird Donnerstag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Alexander Podesser

Email: lawine@lawine-steiermark.at

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