Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht fĂŒr die Steiermark fĂŒr Montag, den 04.02.2019
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 2-3 Waldgrenze
Nordalpen Mitte: 2-3 Waldgrenze
Nordalpen Ost: 2
Niedere Tauern Nord: 2-3 Waldgrenze
Niedere Tauern SĂŒd: 2-3 Waldgrenze
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 2-3 Waldgrenze
Randgebirge West: 2
Randgebirge Ost: 2

Problem1: Altschnee, Höhere Lagen
Problem2: Gleitschnee, Tiefere Lagen

SCHLAGZEILE:
Erhebliche Lawinengefahr ĂŒber der Waldgrenze, Alt- und Triebschneeproblematik in den Hochlagen, rege GleitschneeaktivitĂ€t darunter!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In den westlichen Gebirgsregionen herrscht ĂŒber der Waldgrenze erhebliche Lawinengefahr, ansonsten wird sie mit mĂ€ĂŸig beurteilt. Die Hauptgefahr geht von zum Teil durch geringe Zusatzbelastung (ein einzelner Skifahrer) auslösbaren Schneebrettlawinen aus. Diese können durch das Stören der kantigen Kristallschichten einerseits direkt unter dem frischen Triebschnee in den nördlichen Regionen und andererseits bodennahe in den sĂŒdlicheren Regionen entstehen. Die Gefahrenstellen befinden sich besonders hinter GelĂ€ndekanten und in Einfahrtsbereichen von Rinnen und Mulden. ZusĂ€tzlich muss in den mittleren bis tiefen Lagen weiterhin mit spontanen Gleitschneelawinen gerechnet werden, die zum Teil groß werden können und somit Frostwege gefĂ€hrden.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
In den Hochlagen und den Gebieten mit sonntĂ€gigem Neuschnee hat sich frischer Triebschnee gebildet, der auf störanfĂ€lligen, weichen Schichten aus OberflĂ€chenreif oder kantige Kistallen aufliegt. In den sĂŒdlichen Gebirgsregionen existiert ein ausgeprĂ€gtes Altschneeproblem. Hier schwĂ€chen mehrere weiche Schichten aus kantigen Kristallen und auch ausgeprĂ€gter Tiefenreif im Fundament die Schneedecke. In den tiefen Lagen wurde die Schneedecke durch den Regeneintrag nass und schwer. Es hat sich ein Schmierfilm am Boden ausgeprĂ€gt, der die GleitschneeaktivitĂ€t trotz sinkender Temperaturen stark begĂŒnstigt. Beim sonntags oberflĂ€chlich feuchtgewordenen Schnee hat sich eine tragende Schmelzharschkruste gebildet. Außerdem wurden exponierte Bereiche in KammnĂ€he und von Gipfeln vereist – hier herrscht Absturzgefahr!

WETTER:
Der Montag beginnt in den Nordstaugebieten mit noch stĂ€rkeren Wolkenfeldern und leichtem Schneefall bis in die TĂ€ler. Im Mur- und MĂŒrztal gibt es mitunter ein paar Hochnebelfelder, in den sĂŒdlichen Regionen lockert es rasch auf. Im Laufe des Tages setzt sich aber im gesamten Bergland sonniges Wetter durch. Mit nur mĂ€ĂŸigem Wind aus westlichen Richtungen ist es deutlich kĂŒhler als am Wochenende. In 2000m Seehöhe hat es -7 bis -10 Grad.

TENDENZ:
Am Dienstag herrscht durchwegs sonniges Bergwetter mit mĂ€ĂŸigem Nordwind und Mittagstemperaturen in 2000m um -2 Grad. Die GleitschneeaktivitĂ€t nimmt ab.

Der nÀchste Lagebericht wird Montag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Lisa Jöbstl

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