Lawinenprognosebericht

Lawinenprognosebericht fĂŒr die Steiermark fĂŒr Montag, den 05.03.2018
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 1-2 2100m
Nordalpen Mitte: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Ost: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern Nord: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern SĂŒd: 1-2 Waldgrenze
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge West: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge Ost: 1-2 Waldgrenze

Problem1: Triebschnee,
Problem2: Altschnee,

SCHLAGZEILE:
Oberhalb der Waldgrenze und hier vor allem im schattseitigen GelĂ€nde ist die Schneebrettgefahr durch störanfĂ€lligen Triebschnee meist mĂ€ĂŸig!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Oberhalb der Waldgrenze ist die Schneebrettgefahr mĂ€ĂŸig. Die Gefahrenstellen werden vom Wind gebildet und sind durch Gefahrenzeichen wie Windgangeln und DĂŒnen sowie Risse und ?Wumm-GerĂ€usche? relativ leicht zu erkennen. Älterer, teils stark verdichteter Triebschnee liegt vor allem im Nord- bis Ostsektor, mit dem starken Nordwestwind wĂ€hrend der letzten beiden NĂ€chte hat sich auch sĂŒd- bis ostseitig frischer Triebschnee angesammelt. Vereinzelt kann bereits durch die geringe Zusatzbelastung eines einzelnen Schifahrers eine Schneebrettauslösung erfolgen.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Wechselnde WindverhĂ€ltnisse wĂ€hrend der letzten Tage haben den kalten und leichten Schnee permanent umgelagert. KĂ€mme, Gipfel und Plateaus wurden abgeblasen, in allen Hangbereichen wechselt Ă€lterer, stark verdichteter Pressschnee mit weicherem Triebschnee. Am störanfĂ€lligsten ist der windbeeinflusste Schnee schattseitig, hier verzögert die fehlende Einstrahlung die Setzung des kalten Schnees und die Gefahrenstellen können hier auch noch bis unter die Waldgrenze reichen. Schwachschichten in Form von OberflĂ€chenreif oder weicherem Schnee finden sich vor allem an windgeschĂŒtzten Stellen. Auch im Altschnee können kantige Formen unter einem Harschdeckel die Schneedecke schwĂ€chen, dieses durch die vergangene KĂ€lte entstandene Altschneeproblem tritt vorwiegend schattseitig und bei geringen Schneehöhen auf. Sonnseitig firnt es an sĂŒdausgerichteten HĂ€ngen langsam auf, in tiefen, schattseitigen Lagen ist der Schnee auch noch pulvrig.

WETTER:
Am Montag ziehen von SĂŒdwesten Wolken in mittelhohen Schichten auf. Entlang der Nordalpen und an der Tauernnordseite schimmert die Sonne anfangs noch durch die Schichtbewölkung. Im Randgebirge hĂ€lt sich hingegen weiterhin zĂ€her Hochnebel mit einer Obergrenze von rund 1.200 Meter. Von hier bis ins obere Murtal setzt am Nachmittag leichter Schneefall ein. Über Nacht legt der SĂŒdwestwind etwas zu, am Montag dreht der Höhenwind dann auf SĂŒdost und nimmt bis zum Nachmittag vor allem im Randgebirge sowie vom Hochschwab ostwĂ€rts an IntensitĂ€t zu. Die Temperaturen erreichen zu Mittag in 2.000m -3 Grad und in 1.500m +2 Grad.

TENDENZ:
Am Dienstag ĂŒberwiegen die Wolken und es schneit alpensĂŒdseitig unergiebig. Erst am Nachmittag lockern die Wolken langsam auf. Der Triebschnee im Nordsektor bildet weiterhin die Hauptgefahr. Nur ganz allmĂ€hlich stellen sich im Gebirge zaghafte FrĂŒhjahrsverhĂ€ltnisse ein, an der Lawinengefahr zeichnet sich aber vorerst keine wesentliche Änderung ab.

Der nÀchste Prognosebericht wird Montag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Alexander Podesser

Email: lawine@lawine-steiermark.at

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