Lawinenprognosebericht

Lawinenprognosebericht fĂŒr die Steiermark fĂŒr Mittwoch, den 07.03.2018
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Mitte: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Ost: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern Nord: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern SĂŒd: 1-2 Waldgrenze
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge West: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge Ost: 1-2 Waldgrenze

Problem1: Triebschnee,
Problem2: Altschnee,

SCHLAGZEILE:
Bei mĂ€ĂŸiger Lawinengefahr frischen Triebschnee oberhalb der Waldgrenze beachten!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In der Steiermark herrscht oberhalb der Waldgrenze mĂ€ĂŸig Lawinengefahr. Die Hauptgefahr geht von frischem Triebschnee aus, der sich mit oft wechselnden WindverhĂ€ltnissen ausbilden konnte. StöranfĂ€llige Triebschneebereiche finden sich vor allem in steilen, kammnahen Einfahrtsbereichen sowie hinter GelĂ€ndekanten (speziell bei ÜbergĂ€ngen von wenig zu viel Schnee) der Expositionen Nordwest ĂŒber Nord bis Ost. Vereinzelt kann hier bereits durch die geringe Zusatzbelastung eines einzelnen Schifahrers eine Schneebrettauslösung erfolgen. In Bereichen mit lĂ€ngerer Einstrahlung können bestehende Wechten spontan brechen. Aus steilen, sonnseitigen HĂ€ngen kann die Neuschneeauflage von selbst abrutschen. Auch die GleitschneeaktivitĂ€t sollte in sehr steilen WiesenhĂ€ngen nicht außer Acht gelassen werden (SchneemĂ€uler meiden)!

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Wechselnde WindverhĂ€ltnisse wĂ€hrend der letzten Woche haben den kalten und leichten Schnee permanent umgelagert. KĂ€mme, Gipfel und Plateaus wurden abgeblasen, in allen Hangbereichen wechselt Ă€lterer, stark verdichteter Pressschnee mit weicherem Triebschnee. Am störanfĂ€lligsten ist der windbeeinflusste, gebundene Schnee schattseitig, hier verzögert die fehlende Einstrahlung die Setzung. Schwachschichten sind meist weiche eingelagerte Schneeschichten zwischen Trieb- und Altschnee. In sonnseitigen Expositionen lagerte sich der Schnee von Dienstag (zwischen 5cm im Nordwesten und 15cm im SĂŒden und Osten) auf einer durch Einstrahlung enmtstandenen Harschschicht ab, die meist trĂ€gt. Auch im Altschnee können kantige Formen unter einem Harschdeckel die Schneedecke schwĂ€chen. Dieses durch die vergangene KĂ€lte entstandene Altschneeproblem tritt vorwiegend schattseitig und bei geringen Schneehöhen auf.

WETTER:
Nach einer oft bewölkten Nacht, in der es gelegentlich in der Obersteiermark unergiebigen Niederschlag geben kann ist es am Mittwochvormittag oft noch aufgelockert, zeitweise auch sonnig. Im Lauf des Nachmittags nĂ€hert sich von Nordwesten eine Störungszone, in den westlichen Nordalpen, Niederen Tauern sowie den Gurk- und Seetaler Alpen beginnt es zu schneien, die Schneefallgrenze sinkt von 1500m bis zum Abend auf 900m. Weiter im SĂŒden bleibt es noch weitgehend niederschlagsfrei. Der Wind aus westlichen Richtungen bleibt meist schwach bis mitunter lebhaft. Die Mittagstemperaturen liegen in 1500m um +2 Grad, in 2000m um -2 Grad.

TENDENZ:
Am Donnerstag klingen die Schneeschauer im Norden rasch ab, es bleibt wechselnd bewölkt mit Auflockerungen am Nachmittag. Je nach Windeinfluss steigt die Schneebrettgefahr in Regionen mit Neuschnee wieder an.

Der nÀchste Prognosebericht wird Mittwoch bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Gernot Zenkl

Email: lawine@lawine-steiermark.at

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