Lawinenprognosebericht

Lawinenprognosebericht fĂŒr die Steiermark fĂŒr Sonntag, den 03.12.2017
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 1-2 1800
Nordalpen Mitte: 1-2 1800
Nordalpen Ost: 1-2 1800
Niedere Tauern Nord: 1-2 1800
Niedere Tauern SĂŒd: 1-2 1800
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1-2 1800
Randgebirge West: 1
Randgebirge Ost: 1

Problem1: Triebschnee, Höhere Lagen

SCHLAGZEILE:
In den Hochlagen mĂ€ĂŸige Lawinengefahr durch Triebschnee, der teilweise auf einer Schwachschicht aus OberflĂ€chenreif aufliegt.

GEFAHRENBEURTEILUNG:
In den Hochlagen ĂŒber etwa 1800m herrscht mĂ€ĂŸige, darunter geringe Lawinengefahr. Insbesondere in sĂŒdlich und östlich exponierten kammnahen Bereichen und in Rinnen und Mulden können vereinzelt Triebschneeansammlungen schon durch geringe Zusatzbelastung als Schneebrettlawinen ausgelöst werden. In den Hochlagen sind daher eingewehte Bereiche und extreme steile HĂ€nge mit einer gebundenen Neuschneedecke zu vermeiden. Wegen des nach wie vor feuchten Schneedeckenfundaments sind in mittleren und tiefen Lagen auch Gleitschneelawinen möglich.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Am Donnerstag (29.11.) hat es in der Steiermark bei kalten Temperaturen verbreitet geschneit. Die Neuschneehöhen liegen zwischen 20 und 30 cm mit Schwerpunkt im Osten des Landes. Wegen den kalten Temperaturen und teilweise wenig Wind hat der Neuschnee immer noch PulverqualitĂ€t, er gewinnt allerdings langsam an Bindung. In den Hochlagen wurde der Neuschnee teilweise auch von Wind verfrachtet, was zu spröden Triebschneeansammlungen gefĂŒhrt hat. Der Neu- und Triebschnee liegt in den Hochlagen teilweise auf einer Schwachschicht aus OberflĂ€chenreif. Darunter findet sich in den Hochlagen kompakter Altschnee und in mittleren Lagen eine meist tragfĂ€hige Schmelzharschkruste. Unter der Schmelzharschkruste findet sich je nach Exposition und Höhenlage durchfeuchteter Schnee oder (nordseitig) lockerer, kantiger Altschnee.

WETTER:
Es bleibt fĂŒr die Jahreszeit ungewöhnlich kalt mit etwa -10 Grad in 2000m. In der Nacht auf Sonntag fallen vor allem im Nordosten einige Schneeflocken. Am Sonntag bleibt es tagsĂŒber weitgehend trocken und spĂ€testens ab Mittag ĂŒberwiegt auf den Bergen die Sonne. Der Wind dreht auf Nord bis Nordwest und frischt ein wenig auf. Am Montag erreicht uns eine weitere Störungszone, die vor allem im Nordstau einigen Neuschnee bringt.

TENDENZ:
Ab Montag ist wegen Neuschnee und starkem Wind mit einem Anstieg der Lawinengefahr zu rechnen.

Der nÀchste Prognosebricht wird morgen bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Gobiet

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt fĂŒr Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice fĂŒr die Steiermark
8053 Graz, Klusemannstraße 21
Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
www.zamg.ac.at