Lawinenprognosebericht

Lawinenprognosebericht fĂŒr die Steiermark fĂŒr Montag, den 26.02.2018
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Mitte: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Ost: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern Nord: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern SĂŒd: 1-2 Waldgrenze
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge West: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge Ost: 1-2 Waldgrenze

Problem1: Triebschnee,

SCHLAGZEILE:
Triebschnee in untypischen Expositionen fĂŒhrt zu mĂ€ĂŸiger Lawinengefahr oberhalb der Waldgrenze!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Oberhalb der Waldgrenze herrscht mĂ€ĂŸige Lawinengefahr, in den windgeschĂŒtzen Bereichen unterhalb der Waldgrenze ist die Lawinengefahr gering. Gefahrenstellen finden sich kammnah in nordwestlich bis sĂŒdöstlich exponierten HĂ€ngen, wohin der Ost- und Nordwind Triebschnee verfrachtet hat. Insbesondere direkt oberhalb der Waldgrenze liegt dieser Triebschnee auf einer instabilen Schwachschicht im Altschnee. Hier können generell durch große Zusatzbelastung, vereinzelt auch durch geringe Zusatzbelastung Schneebrettlawinen ausgelöst werden.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Der Neuschnee von vergangener Woche wurde durch mĂ€ĂŸigen Ost- und Nordwind kammnah in westlich und sĂŒdlich exponierte HĂ€nge verfrachtet. Das Schneedeckenfundament ist vielerorts mit Harschkrusten durchsetzt, zwischen den Krusten finden sich lockere Schichten aus kantigen Kristallen. Kritisch sind vor allem Bereiche mit geringmĂ€chtigem Schneedeckenfundament, wo sich besonders leicht störbare Schwachschichten im Altschnee gebildet haben. Dort, wo diese Schwachschichten mit Triebschnee ĂŒberdeckt wurden, ist der Schneedeckenaufbau weiterhin instabil. Unterhalb der Waldgrenze findet sich schattseitig nach wie vor lockerer, ungebundener Pulverschnee. Sonnseitig wurde die Schneedecke trotz der tiefen Temperaturen angefeuchtet und es bildet sich eine Harschkruste. Stellenweise hat sich auch OberflĂ€chenreif gebildet.

WETTER:
Am Montag ist es im Steirischen Bergland weiterhin bitterkalt mit bis zu -21 Grad in 2000m. Dazu weht Nordostwind, der in den östlichen Gebirgsgruppen auch lebhaft ausfallen kann. Im Nordstaubereich ist es von der FrĂŒh weg bewölkt, es kann leicht schneien und es herrschen schlechte SichtverhĂ€ltnisse. Im restlichen Bergland kommt in den Morgenstunden noch ein wenig die Sonne durch.

TENDENZ:
Auch am Dienstag ist es großteils trĂŒb und es bleibt sehr kalt. Die Lawinengefahr Ă€ndert sich kaum.

Der nÀchste Prognosebericht wird Montag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Gobiet

Email: lawine@lawine-steiermark.at

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