Lawinenprognosebericht

Lawinenprognosebericht fĂŒr die Steiermark fĂŒr Dienstag, den 27.02.2018
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Mitte: 1-2 Waldgrenze
Nordalpen Ost: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern Nord: 1-2 Waldgrenze
Niedere Tauern SĂŒd: 1-2 Waldgrenze
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge West: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge Ost: 1-2 Waldgrenze

Problem1: Altschnee,

SCHLAGZEILE:
Altschneeproblematik fĂŒhrt zu mĂ€ĂŸiger Lawinengefahr oberhalb der Waldgrenze!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Oberhalb der Waldgrenze herrscht mĂ€ĂŸige Lawinengefahr, in den windgeschĂŒtzen Bereichen unterhalb der Waldgrenze findet sich noch Pulverschnee und die die Lawinengefahr ist gering. Gefahrenstellen finden sich kammnah, vor allem in den Expositionen Nord ĂŒber West bis SĂŒd, wo alter Triebschnee auf einer instabilen Schwachschicht im Altschnee liegt. Insbesondere direkt oberhalb der Waldgrenze und in Bereichen mit eher geringer SchneemĂ€chtigkeit ist der Schneedeckenaufbau instabil. Hier können generell durch große Zusatzbelastung, vereinzelt auch durch geringe Zusatzbelastung Schneebrettlawinen ausgelöst werden.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Der Triebschnee in den Westexpositionen von vergangener Woche hat sich gesetzt, liegt aber auf einem teilweise instabilen Schneedeckenfundament. Dieses ist vielerorts mit Harschkrusten durchsetzt, zwischen den Krusten finden sich lockere Schichten aus kantigen Kristallen. Kritisch sind vor allem Bereiche mit geringmĂ€chtigem Schneedeckenfundament, wo sich besonders leicht störbare Schwachschichten im Altschnee gebildet haben. Dort, wo diese Schwachschichten mit Triebschnee ĂŒberdeckt wurden, ist der Schneedeckenaufbau weiterhin instabil. Unterhalb der Waldgrenze findet sich schattseitig nach wie vor lockerer, ungebundener Pulverschnee. Sonnseitig wurde die Schneedecke trotz der tiefen Temperaturen schon angefeuchtet und es hat sich in Folge eine Harschkruste gebildet.

WETTER:
Am Dienstag ist es im Steirischen Bergland weiterhin bitterkalt mit bis zu -22 Grad in 2000m. Dazu weht Nordostwind, der in den östlichen Gebirgsgruppen auch lebhaft ausfallen kann. In der gesamten Steiermark ziehen dichte Wolkenfelder durch, die SichtverhÀltnisse sind oft eingeschrÀnkt und es schneit immer wieder unergiebig.

TENDENZ:
Am Mittwoch setzt sich mehr und mehr die Sonne durch, es bleibt aber bitterkalt. Die Lawinengefahr Àndert sich kaum.

Der nÀchste Prognosebericht wird Dienstag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Andreas Gobiet

Email: lawine@lawine-steiermark.at

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