Lawinenprognosebericht

Lawinenprognosebericht fĂŒr die Steiermark fĂŒr Samstag, den 03.03.2018
Amt der SteiermÀrkischen Landesregierung
Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Link zum aktuellen Bericht (PDF)

Nordalpen West: 1-2 2000m
Nordalpen Mitte: 1-3 Waldgrenze
Nordalpen Ost: 1-3 Waldgrenze
Niedere Tauern Nord: 1-3 Waldgrenze
Niedere Tauern SĂŒd: 1-3 Waldgrenze
Gurktaler u. Seetaler Alpen: 1-3 Waldgrenze
Randgebirge West: 1-2 Waldgrenze
Randgebirge Ost: 1-2 Waldgrenze

Problem1: Triebschnee,
Problem2: Altschnee,

SCHLAGZEILE:
Oberhalb der Waldgrenze teilweise erhebliche Schneebrettgefahr durch störanfÀlligen Triebschnee!

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Oberhalb der Waldgrenze ist die Schneebrettgefahr teilweise noch erheblich. Die Gefahrenstellen werden vom Wind gebildet und sind durch Gefahrenzeichen wie Windgangeln und DĂŒnen sowie Risse relativ leicht zu erkennen. StöranfĂ€lliger Triebschnee liegt vor allem im Nord- bis Ostsektor, mit Beginn der Sonneneinstrahlung sind durch den Setzungsimpuls auch noch die kammnahen, sĂŒd- bis ostseitig ausgerichteten Hangzonen problematisch. Eine Schneebrettauslösung ist bereits durch geringe Zusatzbelastung, also etwa durch einen einzelnen Schifahrer möglich.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Mit Winddrehung auf SĂŒdwest wurde der kalte und leichte Pulverschnee der vergangenen KĂ€lteperiode seit DonnerstagfrĂŒh zu sprödem Triebschnee umgeformt. Es entstanden nord- bis ostseitig neue Einwehungszonen, die teilweise bis in die HochwĂ€lder herabreichten. Durch die ErwĂ€rmung vom Freitag hat sich die heikle Situation leicht entspannt, mit dem vorĂŒbergehenden Windwechsel auf Nordwest in der Nacht auf Samstag wird der noch verfrachtungsfĂ€hige Schnee wieder zurĂŒck in den SĂŒdsektor befördert. Dort wird die Sonneneinstrahlung eine Setzung beschleunigen, wĂ€hrend der windbeeinflusste Schnee schattseitig weiterhin unter Spannung steht und sehr schlecht auf dem Harschdeckel der Altschneedecke bindet. Auch im Altschnee können kantige Formen unter dem Harschdeckel die Schneedecke schwĂ€chen, dieses Altschneeproblem tritt vorwiegend schattseitig auf. In tiefen Lagen ist es noch kĂ€lter, hier ist der Schnee nach wie vor auch noch pulvrig.

WETTER:
Am Samstag ziehen die Wolken einer nĂ€chtlichen Störungszone im Laufe des Vormittages ab und es wird dann fĂŒr ein paar Stunden recht sonnig, vorĂŒbergehend auch wolkenlos sein. Erst am Nachmittag tauchen im Westen wieder neue Wolkenfelder auf. Entlang des Randgebirges bis zu den Gurk- und Seetaler Alpen können sich hingegen dichte Wolken halten. Der anfangs recht lebhafte Nordwestwind wird schwĂ€cher und dreht auf West bis SĂŒdwest zurĂŒck. In den sonnenreichen Gebirgsregionen liegen die Temperaturen zu Mittag in 2.000m bei -2 Grad und in 1.500m bei +2 Grad. Dort, wo die Wolken dominieren, ist es hingegen mit -5 Grad in 2.000m und -3 Grad in 1.500m wieder deutlich frischer.

TENDENZ:
Ähnlich verlĂ€uft der Sonntag: Am Vormittag lockern die Wolken auf und es wird ĂŒberall recht sonnig. Im weiteren Verlauf kann es sonnseitig auffirnen, wĂ€hrend schattseitig weiterhin Trieb- und Altschneeprobleme vorherrschen Insgesamt nimmt die Lawinengefahr langsam ab.

Der nÀchste Prognosebericht wird Samstag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Alexander Podesser

Email: lawine@lawine-steiermark.at

Zentralanstalt fĂŒr Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice fĂŒr die Steiermark
8053 Graz, Klusemannstraße 21
Tel.: 0316/242200 , Fax: 0316/242300
www.zamg.ac.at