Bereits 23 Einsätze im Jahr 2026…
Archiv…
| 17.10.2025 | Hubschrauber Einsatz |
| 27.09.2025 | Verletzte Person Dachsteinsüdwandhütte |
| 24.09.2025 | Verletzte Person Pumpschacht Langlaufstadion |
| 23.09.2025 | Hubschrauber Einsatz |
| 18.09.2025 | Erschöpfte Person Guttenberghaus/Lärchbodenalm |
| 18.09.2025 | Verletzte Person Bereich Rittisberg |
| 15.09.2025 | Verstiegene Kletterer Route „Top Secret“ |
| 04.09.2025 | Verletzter Kletterer Koppenkarstein |
| 01.09.2025 | Verstiegene Kletterer Route „Maixkante“ |
| 01.09.2025 | Abgestürzte Person Südwandhüttenweg |
| 31.08.2025 | Kuhattacke Austriahütte |
| 24.08.2025 | Erschöpfte Person im Klettersteig „Siega“ |
| 20.08.2025 | Blockierte Person im Klettersteig „Hias“ |
| 19.08.2025 | Verstiegene Person Hunerscharte |
| 16.08.2025 | Vermisster Jugendlicher im Bereich Sattelberg |
| 16.08.2025 | Blockierte Person im Klettersteig „Kali“ |
| 13.08.2025 | Blockierte Personen im Klettersteig „Hunerkogel“ |
| 12.08.2025 | Kletterunfall im Klettersteig „Kala“ |
| 29.07.2025 | Verstiegene Personen im Bereich Koppenkarstein |
| 22.07.2025 | Person mit Kreislaufprobleme am Weg zum Guttenberghaus |
| 19.07.2025 | Medizinischer Notfall in der Silberkarklamm |
| 14.07.2025 | Verletzter Kletterer im Klettersteig „Hias“ |
| 14.07.2025 | Blockierte Personen im Klettersteig „Hias“ |
| 14.07.2025 | Verstiegene Kletterer im Klettersteig „Hias“ |
| 12.07.2025 | Medizinischer Notfall Rittisberg |
| 11.07.2025 | Blockierte Person im Klettersteig „Siega“ |
| 03.07.2025 | Erschöpfte Person im Bereich Rittisberg Märchenweg |
| 30.06.2025 | Notruf Auslösung Bergstation Südwandseilbahn |
| 29.06.2025 | Abgestürzte Person im Bereich Niederer Dachstein |
| 28.06.2025 | Erschöpfte Person im Klettersteig „Hias“ |
| 24.06.2025 | Hubschrauber Einsatz Brandriedel |
| 22.06.2025 | Verstiegene Kletterer in der Route „Pichlweg“ |
| 22.06.2025 | Verletzte Person Guttenberghaus / Hubschrauber Einsatz |
| 20.06.2025 | Erschöpfte Person Guttenberghaus Talstation Materialseilbahn |
| 18.06.2025 | Erschöpfte Person im Klettersteig „Hias“ |
| 15.06.2025 | Fehlalarm Lichtzeichen Dachstein |
| 14.06.2025 | Fehlalarm Lichtzeichen Dachstein Südwand |
| 10.06.2025 | Kletterunfall im Klettersteig „Hias“ |
| 07.06.2025 | Medizinischer Notfall Minzlwald |
| 06.06.2025 | Alpine Notlage im Klettersteig „Johann“ |
| 05.06.2025 | Suchaktion Eiskar/Predigtstuhl |
| 30.05.2025 | Lawinenabgang Pernerweg |
| 26.03.2025 | Verirrte Wanderer Edelgrießeingang |
| 22.03.2025 | Verletzte Person östl. Seethalerhütte |
| 24.02.2025 | Alpine Notlage im Johann Klettersteig |
| 22.02.2025 | Pisteneinsatz Langlaufloipe Mooseckhäusl |
| 18.02.2025 | Pisteneinsatz Vorbergloipe |
| 14.02.2025 | Medizinischer Notfall Seethalerhütte |
| 13.02.2025 | Pisteneinsatz Heroldschleife |
| 06.02.2025 | Verletzter Wanderer – Halseralm |
| 05.02.2025 | Pisteneinsatz Langlaufloipe Rösteralm |
| 01.02.2025 | Sucheinsatz Ramsau Rössing |
| 27.01.2025 | Pisteneinsatz Langlaufloipe Froanweg |
| 23.01.2025 | Pisteneinsatz Langlaufloipe Sattelberghütte |
| 21.01.2025 | Pisteneinsatz Langlaufloipe nähe Stadion |
| 18.01.2025 | Pisteneinsatz Langlaufloipe Ramsau-Kulm |
| 13.01.2025 | Alpines Notsignal Edelgrieß – Ausgang |
| 08.01.2025 | Pisteneinsatz Langlaufloipe Ramsau Vorberg |
| 03.01.2025 | Pisteneinsatz Langlaufloipe Rittisberg Wiesmahdalm |

Aufwendiger nächtlicher Rettungseinsatz nach Spaltensturz am Dachstein
Am Samstagabend, dem 5. September 2026, kam es am Dachstein zu einem aufwendigen Rettungseinsatz nach einem Spaltensturz. Zwei Klettersteiggeher waren beim Abstieg ausgerutscht und rund 100 Meter über den Gletscher in eine große Gletscherspalte im Bereich der Dachstein-Randkluft abgestürzt. Eine Person befand sich rund 15 Meter, die zweite rund 20 Meter tief in der Spalte.
Die Bergrettung Ramsau wurde um 17:35 Uhr durch die Landeswarnzentrale Steiermark alarmiert. Als Einsatzort wurde zunächst der Bereich nahe der Seethalerhütte angegeben. Da die beiden Personen dort trotz Rufen nicht lokalisiert werden konnten, wurde der Aufstieg über den stark spaltenreichen Gletscher in Richtung Dachstein-Randkluft fortgesetzt. Erst weiter oben konnten die beiden Personen durch Rufen lokalisiert werden.
Das extrem spaltige Gelände erschwerte den Zugang zu den Verletzten erheblich. Für den sicheren Aufstieg mussten zahlreiche Seilsicherungen eingerichtet und Eisschrauben gesetzt werden. Zur Unterstützung kamen neben den Einsatzkräften der Bergrettung Ramsau, auch Alpinpolizisten sowie Kräfte der Bergrettung Steiermark hinzu, die sich aufgrund einer Fortbildung in der Nähe befanden. Damit konnte die Einsatzmannschaft auf mehr als 35 alpine Retter verstärkt werden.
Die Crew des ÖAMTC Notarzthubschraubers Christophorus 14 unterstützte den Einsatz mit einem Flugretter und einer Notärztin. Aufgrund des dichten Nebels war ein direkter Anflug zur Einsatzstelle nicht möglich. Auch ein Polizeihubschrauber wurde für Shuttleflüge eingesetzt.
Mit zunehmendem Nebel wurden die Einsatzkräfte und das notwendige Material mit der Gondel der Dachsteingletscherbahnen sowie durch Nachschubtransporte zum Einsatzort gebracht. Ein besonderer Dank gilt dabei der Dachsteingletscherbahnen, die durch ihre Unterstützung einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung und zum weiteren Ablauf des Einsatzes leistete.
Nachdem beide Personen aus der Gletscherspalte gerettet wurden, übernahmen mehrere Kräfte die weitere medizinische Versorgung. Beide Personen waren zu diesem Zeitpunkt bereits stark unterkühlt. Aufgrund des erheblichen organisatorischen und technischen Aufwands wurde die Versorgung taktisch so strukturiert, dass der komplexe Einsatz unter den schwierigen Bedingungen möglichst koordiniert und kontinuierlich abgearbeitet werden konnte. Dabei standen insbesondere der Wärmeerhalt und die notfallmedizinische Versorgung im Vordergrund.
Anschließend wurden beide Personen über die steile Gletscherpassage unter Begleitung der Einsatzkräfte talwärts abgeseilt. Erst nach diesem anspruchsvollen, seilversicherten Abstieg konnten sie an die weiteren Trupps mit Pistengerät beziehungsweise an den Notarzthubschrauber RK1 übergeben werden.
Eine Person wurde leicht verletzt und konnte anschließend mit einem Pistengerät abtransportiert und mit der Gondel der Dachsteingletscherbahnen weitertransportiert werden. Die Übergabe an das Rote Kreuz Schladming erfolgte im Anschluss.
Die zweite Person wurde schwer verletzt. Aufgrund der schwierigen Wetterbedingungen mit dichtem Nebel und Wind konnte die Übergabe an den nachalarmierten Rettungshubschrauber RK1 erst gegen 03:30 Uhr erfolgen. Der Schwerverletzte wurde anschließend zur weiteren medizinischen Versorgung in das Unfallkrankenhaus Salzburg geflogen.
Der Einsatz der Bergrettung Ramsau konnte schließlich um 06:40 Uhr beendet werden.
Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Bergretterinnen und Bergrettern aus den unterstützenden Ortsstellen für die kameradschaftliche Zusammenarbeit und den starken Zusammenhalt während des gesamten Einsatzes. Gerade bei einem derart langen und technisch anspruchsvollen Einsatz unter schwierigen Wetterbedingungen zeigte sich die gute Zusammenarbeit innerhalb der Bergrettung. Durch das engagierte Zusammenwirken aller beteiligten Kräfte konnte der Einsatz trotz der schwierigen Rahmenbedingungen professionell und reibungslos abgearbeitet werden.
Die Bergrettung Steiermark bedankt sich bei allen beteiligten Einsatzorganisationen und dem Team der Dachsteingletscherbahnen für die professionelle Zusammenarbeit bei diesem anspruchsvollen nächtlichen Rettungseinsatz.
Nächtlicher Rettungseinsatz nach 50-m-Absturz im Bereich Johann-Klettersteig
Am Sonntagabend den 05.Juli 2026 kam es im Bereich des Ausstiegs des Johann-Klettersteigs zu einem Bergrettungseinsatz. Ein 57-jähriger Mann war beim Abstieg, von der Dachsteingletscher-Seite kommend, bereits am Nachmittag gegen 15:00 Uhr in felsdurchsetztem alpinem Gelände rund 50 Meter abgestürzt und zog sich dabei schwere Verletzungen zu.
Auf den Notfall aufmerksam wurden am Abend Bergführer, die ein alpines Notsignal in Form von Lichtzeichen wahrnahmen. Die Alarmierung erfolgte umgehend danach gegen 21:30 Uhr über die LWZ Steiermark.
Aufgrund des unwegsamen, steilen Geländes sowie der fortgeschrittenen Tageszeit und einer anbahnenden Schlechtwetterfront wurde in enger Abstimmung mit allen Einsatzorganisationen der 24h Rettungshubschrauber Christophorus 14 parallel alarmiert. Dieser konnte den schwer Verletzten rasch lokalisieren und mit der Winde aufnehmen. Diese nächtliche Windenrettung unter schwierigen Bedingungen stellte eine fliegerisch wie einsatztaktische Meisterleistung dar.
Nach der Crashbergung wurde der Verletzte beim Eintreffen am Zwischenlandeplatz der Türlwandhütte zunächst im Freien unter einem RaBshelter medizinisch erstversorgt. Im Anschluss erfolgte der Weitertransport in das Krankenhaus Schladming. Im Einsatz standen 15 Einsatzkräfte der Bergrettung Ramsau am Dachstein , vier Mitglieder der ÖAMTC-Flugrettungscrew sowie zwei Alpinpolizisten.
Die Bergrettung Steiermark appelliert an alle Bergsportlerinnen und Bergsportler, vor jeder Tour auf eine umsichtige und defensive Tourenplanung zu achten.

Alpine Notlage | Rettung aus Hunerscharte Klettersteig